"Tag des Zorns" gegen Trumps Nahost-Plan

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Von Euronews mit dpa
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Viele Menschen im Westjordanland und im Gazastreifen gingen auf die Straße. Vereinzelt kam es zu Ausschreitungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Offenbar gab es keine Verletzten.

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Im Westjordanland und im Gazastreifen ist es zu teilweise gewaltsamen Protesten gegen den Nahost-Plan von US-Präsident Donald Trump gekommen.

Die Protestierenden folgten einem Aufruf der Palästinenserführung zu einem "Tag des Zorns". Der Plan sieht einen eigenen Palästinenserstaat unter strengen Auflagen vor.

Abu Khalil Al-Madhoun sagte im Gazastreifen: "Der Plan gibt uns als Palästinensern keine Rechte. Deshalb weisen wir den Deal des Jahrhunderts zurück. Wir fordern ein Recht zur Rückkehr."

Essa Hamada meinte: "Wir sind komplett gegen diesen Deal des Jahrhunderts. Dieser Plan ist eine Schande für alle, die ihn unterstützen."

Siedler im Westjordanland zuversichtlich

Trumps Plan beinhaltet einen entmilitarisierten Palästinenserstaat und volle israelische Sicherheitskontrolle über das Gebiet des Jordantals inklusive des Westjordanlandes.

Dort äußerten sich jüdische Siedler wie Mordehai Avraham: "Meiner Meinung nach ist es ein Plan mit vielen guten Elementen. Er kann viele unserer Probleme lösen in den Bereichen Frieden, Sicherheit und Wirtschaft. Wir haben Hoffnung, dass die Palästinenser ihn akzeptieren."

Avraham Itoel sagte: "Ich denke, es ist ein großartiger Plan. Das Beste, was uns im Moment passieren konnte."

Der Hauptstadtkonflikt

Einer der Knackpunkte des auch als "Friedensvision" bezeichneten Plans ist der erbitterte Streit um die künftige Hauptstadt des Palästinenserstaates. Die Palästinenser beharren auf ganz Ost-Jerusalem als Hauptstadtgebiet.

Trumps Plan beinhaltet lediglich einen Standort in den Vororten, also außerhalb israelischer Sperranlagen und heiliger Stätten wie Tempelberg und Al-Aksa-Moschee. Zudem müssten die Palästinenser Israel als jüdischen Staat anerkennen, was als ausgeschlossen gilt.

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