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Präsident von Eissportverband erklärt Rücktritt: "Ministerielle Diktatur"

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Von Euronews mit dpa
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Wenige Tage nach Bekanntwerden von Missbrauchsvorwürfen gegen ihn verkündete Didier Gailhaguet in Paris seinen Rücktritt. Er beteuert seine Unschuld und spricht von einer "ministeriellen Dikatur".

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Der Präsident von Frankreichs Eissportverband hat die Reißleine gezogen.

Wenige Tage nach Bekanntwerden von Missbrauchsvorwürfen gegen ihn verkündete Didier Gailhaguet in Paris seinen Rücktritt:

"Vor der ministeriellen Diktatur kam es mir nicht einen Moment lang in den Sinn, dass ich eine Bremse für meinen Verband sein könnte, den ich seit fast 15 Jahren geduldig wieder aufbaue".

Rücktritt "mit Würde"

Gailhaguet sagte weiter, er habe die vernünftige Entscheidung getroffen, mit Würde zurückzutreten. Er halte seinen Kopf trotz Ungerechtigkeit hoch.

Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu hatte zu Wochenbeginn den Rücktritt des Verbandspräsidenten gefordert.

Anlass waren schwere Missbrauchsvorwürfe der ehemaligen französischen Eiskunstläuferin Sarah Abitbol, eines frühreren Schützlings Gailhaquets. Die Anschuldigungen erschütterten die französische Sportwelt.

Gailhaquet bestreitet die Vorwürfe

Die heute 44-jährige wirft Gailhaquet vor, sie Anfang der 90er Jahre mehrfach vergewaltigt zu haben. Damals war Gailhaquet Trainer und Abitbol minderjährig.

Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen erhoben auch andere Eiskunstläuferinnen Missbrauchsvorwürfe.

Gailhaquet erklärte, er habe sich nichts zuschulden kommen lassen. Auch Vorwürfe versuchter Vertuschung wies er zurück.

Die Pariser Staatsanwaltschft führt in dem Fall bereits Vorermittlungen. Dadurch sollen auch mögliche weitere Opfer identifiziert werden.

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