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Viel Kritik nach Absage des Mobile World Congress

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Viel Kritik nach Absage des Mobile World Congress
Copyright  Cristina Giner
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Die Absage der Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona wegen der Coronavirus-Gefahr hat in Spanien für viel Ärger gesorgt.

Denn die Messe ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Barcelona. Das Gastgewerbe und andere Branchen machen normalerweise während der Zeit etwa 500 Mio. Euro Umsatz.

Tausende Jobs betroffen

Medienberichten zufolge sind etwa 14.000 Jobs von der Absage betroffen. Es hagelt Kritik:

"Wir sind aus Madrid gekommen, um einen Stand aufzubauen", sagt Arbeiter Antonio. "Und jetzt sind wir schlecht dran, weil wir wieder gehen müssen. Wir werden hier alles verlieren, jeder wird verlieren."

Auch die Taxifahrer in der Metropole sind nun enttäuscht, so wie Francisco:

Das trifft uns, denn für gewöhnlich bekommen wir zu der Zeit eine Menge Arbeit. Mir wäre es lieber, wenn sie das Datum geändert und die Messe verschoben hätten, bis alles vorüber ist. Es ist schade, aber die allgemeine Sicherheit ist wohl wichtiger, als einen Fachkongress abzuhalten.

Der Veranstalter GSMA teilte mit, man habe sogar eine Verlegung der Messe auf einen späteren Zeitpunkt in Erwägung gezogen. Es sei aber unmöglich vorherzusagen, wann sich die Situation um das Coronavirus ändern werde, hieß es.

Xavi Alba, Geschäftsführer der Retaurant-Kette "Elbarri" hat nun finanzielle Sorgen:

Am Abend, gegen 20 Uhr, bekamen wir in allen Restaurants E-Mails mit stornierten Reservierungen. Wir sprechen von Tausenden oder Zehntausenden von Euro in drei Tagen, die uns verloren gehen. Für uns ist es die wichtigste Woche, wir machen dann normalerweise den Umsatz eines ganzen Jahres.

In den vergangenen Tagen hatten viele Branchenriesen, wie die Deutsche Telekom, Vodafone, Samsung, Amazon oder Ericsson ihre Teilnahme am Mobile World Congress abgesagt.

Was nun folgt, ist ein langer Rechtsstreit. Die Frage wird sein, wer für Entschädigungen aufkommt. Versicherungen übernehmen diese Kosten in der Regel nicht, es sei denn, in Spanien liegt ein bestimmter Gesundheitsalarm vor.