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Offene Grenzen: griechische Polizei setzt Tränengas gegen Flüchtlinge ein

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Offene Grenzen: griechische Polizei setzt Tränengas gegen Flüchtlinge ein
Copyright  AP   -   Emrah Gurel
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An der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland haben sich die griechische Polizei und tausende Migranten Auseinandersetzungen geliefert. Erdogan will die Grenzen für die Flüchtlinge offen halten.

Laut Nachrichtenagentur AFP soll die griechische Polizei Pfefferspray und Tränengas gegen die Flüchtlinge eingesetzt haben, die sich zu tausenden am Grenzübergang Pazarkule in der westtürkischen Provinz Edirne versammelt hatten. Steine sollen in Richtung Polizei geflogen sein.

Griechenland hat die Grenze zur Türkei am Freitag dichtgemacht, nachdem Regierungsvertreter in Ankara zunächst mit einer Grenzöffnung gedroht hatten. Hunderte Migranten hatten sich daraufhin auf den Weg zur Grenze gemacht.

Die Grenzöffnung ist eine Reaktion Ankaras auf den Tod von 33 türkischen Soldaten bei Luftangriffen in der syrischen Provinz Idlib. Die Türkei könne die vielen syrischen Flüchtlingen, die aus der Region in die Türkei fliehen, nicht mehr länger aufhalten, hieß es.

Erdogan: "Die Tore werden von jetzt an offen bleiben"

Am Samstag hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in Istanbul bestätigt, dass er trotz der bestehenden Vereinbarungen zwischen der EU und der Türkei die Flüchtlinge nach Griechenland und Bulgarien passieren lassen will. "Wir haben die Tore geöffnet" sagte Erdogan am Samstag in Istanbul und warf der EU vor, sich nicht an die Zusagen im Flüchtlingspakt gehalten zu haben.

Recep Tayyip Erdogan: "Was haben wir gestern gemacht? Wir haben die Tore geöffnet und bis heute Morgen haben etwa 18.000 Menschen die Grenzen erreicht, heute könnten es 25.000 bis 30.000 sein. Und die Tore werden von jetzt an offen bleiben."