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Coronavirus bedroht die Luftfahrtbranche

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Passagiere verlassen eine Maschine
Passagiere verlassen eine Maschine   -   Copyright  Euronews
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Flugzeuge am Boden, ebenso Passagierzahlen.

Das Coronavirus könnte der größte Einbruch der Luftfahrtbranche werden seit der Finanzkrise 2008.

In Europa fordern die Unternehmen die EU, die Regeln für die Ansetzung von Flügen zu lockern.

Thomas Reynaert von Airlines for Europe: "Die Regel sei, dass die Fluglinien ständig ihre Flugpositionen nutzen müssten, die ihnen zugewiesen worden seien.

Wenn sie aus welchen Gründen auch immer diese Positionen nicht respektierten, könnten sie diese verlieren.

Daher müsse diese Regel ausgesetzt werden, da derzeit wegen des Coronavirus so viele Flüge ausfielen.“

Der internationale Branchenverband geht inzwischen von einem Rückgang der Passagierzahlen von vier bis acht Prozent aus im laufenden Jahr aus.

Die Mindereinnahmen werden auf mehr als 26 Milliarden Euro geschätzt.

Ursprünglich hatte man 2020 mit einem Zuwachs an Passagieren gerechnet.

Die Gewerkschaften sorgen sich um ihre Mitglieder.

Es gebe eine große Zahl von selbständigen Arbeitern, die keinen Anspruch auf Krankengeld hätten und sich derzeit auch nicht krank schreiben wollten, so eine Sprecherin der Europäischen Gewerkschaft der Verkehrsarbeiter.

Für sie sei die Situation besonders prekär.

Doch die Konsequenzen könnten noch größer sein und sich auf den gesamten Tourismus-Sektor erstrecken, befürchten Abgeordnete im Europäischen Parlament wie der Ungar István Ujhelyi.

Mehr als zwei Millionen Touristen aus Drittländern hätten in den vergangenen beiden Monaten in Europa gefehlt.

Dabei seien die Stornierungen seit dem Ausbruch des Virus in Italien noch nicht berücksichtigt.

Die Frage sei nun, wieviele Fluglinien, mittelständische Unternehmen, Hotels und Restaurants pleite machten.

In dieser Woche wurden in Europa bereits Hunderte Flüge gestrichen, während die Krise des Coronavirus anhält.

Das gleiche Bild in Asien und Amerika.

Den Ausbruch des Virus unter Kontrolle zu bringen, ist für die Branche lebenswichtig.

Journalist • Stefan Grobe