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Coronavirus-Ferien? Schulen geschlossen, immer mehr Fälle

Coronavirus-Ferien? Schulen geschlossen, immer mehr Fälle
Copyright THOMAS KIENZLE / AFP
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Von Kirsten Ripper mit AFP, dpa
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In Italien breitet sich das #Coronavirus weiter aus. Schulen und Unis sind bis Mitte März unterbrochen.

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In Deutschland sind bis Donnerstag 349 offizielle Fälle von Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet worden. Inzwischen sind fast alle Regionen betroffen.

Nach dem ersten Patienten in Berlin - der am späten Sonntagabend entdeckt wurde - wurden in der Hauptstadt weitere Ansteckungen registriert, die nicht mit dem jungen Mann in Verbindung stehen. Weil sich eine Lehrkraft im Skiurlaub in Südtirol angesteckt haben soll, bleibt die Emanuel-Lasker-Oberschule in Friedrichshain-Kreuzberg vorerst geschlossen.

Die meisten Infizierten in Deutschland gibt es in Nordrhein-Westfalen - vor allem im Kreis Heinsberg. Schulen in Bonn, Büren, Lippstadt und Lüdenscheid bleiben laut WAZ geschlossen.

Zwei Wochen Coronavirus-Ferien?

In der ARD hat der Virologe Alexander Kekule zwei Wochen "Coronavirus-Ferien" für alle vorgeschlagen, um die Verbreitung des Virus zu verzögern. Doch das stieß bei den in der Talkrunde anwesenden Vertretern der Politik auf weitgehende Ablehnung, weil es nicht verhältnismäßig sei. Schließlich müssten auch die Ärzte und das Krankenhauspersonal - die z.B. in NRW oft in Teilzeit arbeiteten, weil sie kleine Kinder hätten - weiter arbeiten und wüssten dann nicht, wo sie ihre Kinder unterbringen sollten.

Viele Tote in Italien

In Italien waren zwischen Sonntag- und Montagabend 18 weitere Menschen am Coronavirus gestorben, danach waren es mehr 100 innerhalb von 24 Stunden. Insgesamt verzeichnet das Land bis zum 5. März 149 Covid-19-Tote - mehr Todesopfer gibt es nur in China und Iran. Auch in Südkorea gibt es viele Tote - bis Donnerstag 35 -, doch dort haben sich mehr Menschen infiziert als in Italien - inzwischen mehr als 6.000 im Vergleich zu den mehr als 3.800 italienischen PatientInnen.

Auf der Karte der Johns Hopkins Universität werden die Zahlen weltweit permanent aktualisiert.

"Lächeln zur Begrüßung"

Aus der Schweiz wurden bis Donnerstag mehr als 90 bestätigte Fälle gemeldet.  In vielen Betrieben wurde wegen der ausbleibenden Touristen aus Asien Kurzarbeit eingeführt.

Allerdings werden bei infizierten Kindern nicht ganze Schulen, sondern teilweise nur die betroffenen Klassen nach Hause in Isolation geschickt.

Aus der Schweiz heißt es auch Lächeln sei das neue Händeschütteln, nachdem die Gesundheitsbehörden weltweit dazu aufrufen, sich zur Begrüßung nicht zu berühren.

"Keine Panik"

In Österreich gibt es 18 bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2 - nur ein 72-jähriger Patient auf einer Intensivstation ist schwer erkrankt. In DER PRESSE schreibt Lungenfacharzt und Intensivmediziner Gernot Rainer in einem Gastkommentar unter dem Titel "Bitte keine Panik": "Es geht nicht darum, das Coronavirus zu verharmlosen. Seine Allgegenwärtigkeit in den Zeitungen und auf den Bildschirmen sowie die vielen marktschreierischen Schlagzeilen befeuern aber eine Hysterie, die bedenklich ist und deutlich überzogen. Also ernsthaft: "Keine Panik"."

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