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Skandal um Woody Allens Memoiren

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Skandal um Woody Allens Memoiren
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"Apropos of Nothing" (etwa: "In Bezug auf Nichts") heißt das Buch und soll alles enthalten, was Sie schon immer über Woody Allen wissen wollten - oder auch nicht.

Anfang April soll die Autobiografie des US-Regisseurs, der im Zuge von Missbrauchsvorwürfen in Ungnade gefallen ist, erscheinen. Kaum gab der Verlag Hachette das Veröffentlichungsdatum bekannt, hagelte es Protest - allen voran aus der eigenen Familie.

Ronan Farrow, der Sohn von Woody Allen und Mia Farrow, der im selben Verlag veröffentlicht, wie sein Vater, erklärte, er habe die Zusammenarbeit aufgekündigt. Dem Verlag warf er "mangelndes Mitgefühl für die Opfer sexuellen Missbrauchs" vor.

Farrow gilt als der "#MeToo-Aufklärer", 2017 hatte der Journalist maßgeblich zur Enthüllung des Weinstein-Skandals beigetragen.

Er unterstützt außerdem seine Schwester Dylan Farrow, die Woody Allen vorwirft, sich in ihrer Kindheit an ihr vergangen zu haben. Der Regisseur hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

2018 hatte Allens Agent das Manuskript angeblich vier amerikanischen Verlagen angeboten, doch keiner wollte es drucken, wohl aus Furcht, die Missbrauchsvorwürfe könnten wieder aufflammen.

Nach Angaben des Verlags geht es in Allens Memoiren um dessen "Beziehungen zu Familie, Freunden und seinen Liebsten". Das Buch werde in den USA sowie in Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien erscheinen.