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TGV bei 300 km/h entgleist: Lokführer schwer verletzt

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Der entgleiste Hochgeschwindigkeitszug
Der entgleiste Hochgeschwindigkeitszug   -   Copyright  PATRICK HERTZOG / AFP
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In der Nähe von Ingenheim im Elsass ist ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist. Der Lokführer wurde schwer verletzt, 21 weitere Menschen mussten behandelt werden.

Der TGV war in Colmar mit Ziel Paris abgefahren. Dem Unfall rund 24 Kilometer nordwestlich von Straßburg war ein Erdrutsch vorausgegangen, der das Gleisbett beschädigte. Der SNCF-Vorstandsvorsitzende Luc Lallemand machte sich vor Ort ein Bild von der Lage.

„Der Zug hatte eine Geschwindigkeit von rund 300 Kilometern pro Stunde. Der Triebwagen ist entgleist, blieb aber aufrecht. Wir denken natürlich im Augenblick vor allem an unseren Fahrer“, so SNCF-Sprecherin Stéphanie Dommange. Später gab die Eisenbahngesellschaft bekannt, dass der Lokführer schwere, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten hatte.

Die rund 350 Fahrgäste wurden mit Bussen nach Straßburg gebracht.

„Das ist vor allem ein Schock. Es gab eine Notbremsung, wir hatten Glück“, sagte ein Mann.

Ein anderer berichtete: „Die Kieselsteine haben die Fensterscheiben zertrümmert. Ich habe gleich gesehen, dass wir entgleist sind. Ich habe mich festgehalten und das Tischchen vor mir wiederaufgerichtet, das auseinandergebrochen ist. Das war ein Schock. Ich habe mich langsam wieder beruhigt, aber das war ein Schock.“