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Schulfrei und Grenzkontrollen: Tessin im Ausnahmezustand

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Plakat am Eingang Uni-Krankenhaus CHUV in Lausanne
Plakat am Eingang Uni-Krankenhaus CHUV in Lausanne   -   Copyright  AFP
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Im Schweizer Kanton Tessin sind in den vergangenen 24 Stunden zwei weitere Menschen wegen des neuen Coronavirus gestorben. Das teilte der kantonale Krisenstab am Donnerstag mit.

Beide Verstorbenen waren über 80-jährig und hatten bereits an Krankheiten gelitten. Insgesamt gibt es nun sechs Todesfälle in der Schweiz. Drei Personen im Tessin, zwei im Kanton Basel-Land und eine Person in der Waadt. Landesweit gab es am Donnerstagmittag (mindestens) 815 bestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.

Im Vergleich zu anderen Kantonen besonders stark betroffenen Tessin wurde am Mittwochabend der Notstand ausgerufen - verbunden mit starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Alle weiterführenden Schulen und Universitäten bleiben zunächst bis Ende März geschlossen. In mehreren Gemeinden wurde für Grundschüler die Schulpflicht aufgehoben.

"Monitoring" an der Grenze - Notstand bald landesweit?

Bereits seit Montag führen die Schweizer Zöllner an der Grenze zu Italien ein sogenanntes Monitoring durch und schlossen dafür neun kleinere Grenzübergänge. So sollen die im benachbarten Italien angeordneten Maßnahmen kontrolliert werden.

Der Schweizer Bundesrat will offenbar nur noch jene Grenzgänger aus Italien in die Schweiz lassen, die eine gültige Bewilligung haben. Wer keine Arbeitsgenehmigung hat, soll zurückgeschickt werden können. 68.000 Italiener überqueren täglich die Grenze, um in der Schweiz zu arbeiten.

Unklar war am Donnerstag, ob der in Tessin verordnete Notstand auf die ganze Schweiz ausgeweitet wird. Etwaige Verlautbarungen des BAG-Direktor Daniel Koch wurden vom Budnesamt für Gesundheit dementiert.