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Weniger Neuinfektionen in China und Südkorea

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Passengers wearing face masks ride on a boat to cross the Yangtze river to Jiangzhou township in Jiujiang
Passengers wearing face masks ride on a boat to cross the Yangtze river to Jiangzhou township in Jiujiang   -   Copyright  NOEL CELIS/AFP or licensors
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In China haben die Behörden eine weitere Lockerung der Reisebeschränkungen in der Krisenprovinz Hubei bekannt gegeben, sie gilt als Ursprungsort und erstes Epizentrum der Coronavirus-Pandemie.

Auch die Bewegungseinschränkungen sollen in bestimmten Stadtteilen und Dörfern aufgehoben werden. Die chinesische Gesundheitsbehörde berichtete am Samstag über elf bestätigte Neuinfektionen und 13 Todesfälle auf dem chinesischen Festland. Schon seit mehreren Tagen liegt die Zahl der Neuinfektionen im unteren zweistelligen Bereich.

Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80 824 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 65 000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3189 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.

Die Gesundheitsbehörde hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass China den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten habe. Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar.

Auch Südkorea rückläufig

Auch in Südkorea bestätigt sich der rückläufige Trend. Am Freitag meldeten die Behörden erstmals seit dem Beginn des Ausbruchs im Januar mehr Genesungen als neue Infektionen mit dem Coronavirus.

107 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8086. Es wurden bisher 72 Todesfälle mit dem Erreger in Verbindung gebracht.

Trotz der langsameren Zunahme der Infektionsfälle warnten die Behörden zuletzt vor dem Risiko, dass weitere Virusfälle aus dem Ausland eingeschleppt werden könnten.

Sorgen bereiten den Behörden auch weiter lokale Häufungen von Ansteckungen. Zuletzt wurden in der Hauptstadt Seoul mehr als 100 Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers und ihren Familienangehörigen festgestellt.

Die Mehrheit der neu erfassten Fälle konzentriert sich aber erneut in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Mehr als 60 Prozent aller Infektionen in Südkorea entfallen auf Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat.

Das Land hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen.