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Coronavirus: Deutschland schließt Grenzen teilweise - Inseln gesperrt

Germany Virus Outbreak
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Deutschland will seine Grenzen zu Frankreich, der Schweiz, Österreich und Dänemark ab Montag teilweise schließen. Darauf einigten sich demnach die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidenten der Länder Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und des Saarlandes. Zudem gibt es eine entsprechende Entscheidung des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten.

Die Grenze nach Dänemark soll bereits um 6 Uhr geschlossen werden, die süd-westlichen Grenzen laut Berichten der "Bild" ab 8 Uhr. Zudem riegelt Schleswig-Holstein seine Nord- und Ostseeinseln für TouristInnen ab. Deutsche dürfen aber in jedem Fall aus den Nachbarländern einreisen. PendlerInnen, die nach Deutschland wollen, müssen dem Vernehmen nach eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers vorweisen können.

Grenzschließungen auch wegen Hamsterkäufen

Es soll laut Berichten sowohl verschärfte Kontrollen als auch Zurückweisungen geben. Von den Einschränkungen nicht betroffen seien deutsche StaatsbürgerInnen, PendlerInnen sowie der Warenverkehr. Hintergrund für die Einschränkungen im Süden und Westen Deutschlands ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt haben.

Schon in den vergangenen Tagen waren Grenzkontrollen in Deutschland verschärft worden. Die Nachbarländer Polen, Dänemark und Tschechien verbieten Ausländern bereits seit dieser Woche die Einreise.

Österreich hatte schon zuvor die Grenzen zu Italien und der Schweiz geschlossen und auch die Zugverbindungen eingestellt.

Die Zahlen zu den Infizierten in Deutschland sind unterschiedlich. Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte zuletzt am Samstagnachmittag Zahlen. Demnach waren es knapp 3800 Infizierte und acht Tote. Laut der Johns Hopkins University gibt in der Bundesrepublik über 4500 Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Mindestens neun sind demnach daran gestorben. Anderen Zählungen zufolge gibt es bereits über 5000 Erkrankungen.