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Olympia trotz Corona: Immer mehr Sportler schlagen Alarm

Olympia trotz Corona: Immer mehr Sportler schlagen Alarm
Copyright  Jae C. Hong/The Associated Press
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Olympia trotz Corona: An dieser Devise hält das IOC seit Tagen unbeirrt fest. Die Sommerspiele in Tokio sollen stattfinden. Nun hagelt es Kritik.

"Größer als Olympia"

"Diese Krise ist größer - selbst als Olympia", schreibt Komiteemitglied Hayley Wickenheiser auf Twitter. Das Verhalten des IOC sei "unverantwortlich und gefühllos".

Sportler "unter Druck"

Die britische Leichtathletin Katarina Johnson-Thompson fühlt den "Druck zu trainieren", doch kann ihre Routine unmöglich einhalten.

"Das IOC will, dass wir unsere Gesundheit, die Gesundheit unserer Familien und die öffentliche Gesundheit aufs Spiel setzen", prangert Stabhochsprung-O lympiasiegerin Katerina Stefanidi an.

Das IOC bringe alle in Gefahr - schon jetzt beim Trainieren, nicht erst bei den Spielen in vier Monaten.

Beschönigt Tokio die Corona-Zahlen?

Nicht nur das IOC, auch Japans Ministerpräsident Shinzo Abe steht in der Kritik. Der Vorwurf: Er halte die Zahl der Corona-Infizierten klein, um die Spiele zu retten. Derzeit sind 889 Fälle bestätigt.

Unter dem Druck der Athletinnen und Athleten knicken Tokio und das Komitee jetzt offenbar langsam sein. Nach einer Telefonkonferenz sickerte die Info durch, dass es schon in den nächsten Wochen eine klare Ansage geben soll.

Das dürfte nicht nur die Sportlerinnen und Sportler freuen – sondern auch viele Japaner. 70 Prozent der Bevölkerung sind laut einer Umfrage für eine Verschiebung von Tokio 2020.