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Chinesische Experten kritisieren Italiens Maßnahmen

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Polizistin in Rom
Polizistin in Rom   -   Copyright  screenshot via afp
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Das chinesische Rote Kreuz hat die Maßnahmen der italienischen Regierung im Kampf gegen das neuartige Coronavirus kritisiert. Die Ausgangssperren würden nicht konsequent durchgesetzt. So lasse sich die Ausbreitung des Virus nicht verhindern.

Chinesisches Rotes Kreuz sieht Fehler

Italien ist das in Europa am stärksten von Covid-19 betroffene Land. Derzeit befindet sich chinesisches Fachpersonal in Italien, um die Behörden zu beraten.

Sun Shuopeng ist Vize-Präsident des chinesischen Roten Kreuzes:

"Mit Blick auf die Beschränkungen in Italien sehe ich viele Probleme. Wir sind gerade aus Padua zurückgekommen. Hier in Mailand, der am stärksten vom Virus betroffenen Region, wird die Ausgangssperre nicht konsequent durchgesetzt. Der öffentliche Nahverkehr ist noch immer in Betrieb und die Menschen bewegen sich noch immer frei in der Öffentlichkeit. Es werden Abendessen gegeben und in den Hotels finden Feiern statt. Niemand trägt Masken."

Sprunghafter Anstieg südlich von Rom

China ist nach eigenen Angaben erfolgreich gegen das Virus vorgegangen.

Die Krankenhäuser in Rom arbeiten derweil unter Hochdruck an der Bereitstellung weiterer intensivmedizinischer Betten.

In Fondi, südlich der Hauptstadt, wurde eine umfassende Ausgangssperre verhängt. Niemand darf auf die Straße gehen. Die Fallzahlen waren dort zuletzt sprunghaft angestiegen. Derart strikte Maßnahmen waren bis dahin lediglich im Norden des Landes verhängt worden.