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Italien: Ruf nach strengeren Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19

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Italien: Ruf nach strengeren Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19
Copyright  PIERO CRUCIATTI/AFP
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In Italien sind innerhalb von 24 Stunden 793 Menschen an Covid-19 gestorben. Das gaben die Behörden am Samstagabend bekannt. Damit hat sich die Zahl der Toten in dem Land auf 4825 erhöht. Viele gehen von einer hohen Dunkelziffer aus und nehmen an, dass es viele weitere Tote gibt, die mittelbar oder unmittelbar mit der Coronavirus-Pandemie in Zusammenhang stehen.

Seitenweise Traueranzeigen

„Es gibt da einen großen Unterschied“, meint Giorgio Gori, der Bürgermeister von Bergamo. „Da ist die Erfahrung so vieler Familien, die ältere Angehörige haben, die entweder zu Hause oder in Pflegeheimen sterben. Es gibt viele Menschen, die an dem Virus sterben. Ich sage das, weil die hauptsächliche Todesursache eine Lungenentzündung ist und viele Menschen deshalb nicht als Opfer des Virus gezählt werden, denn diese älteren Menschen wurden vor oder nach ihrem Tod nicht darauf getestet“, sagt Gori.

In einer in Bergamo erscheinenden Zeitung gibt es seitenweise Traueranzeigen. Mehr als 240 Bürgermeister von Gemeinden rund um die Großstadt forderten die Regierung in einem Schreiben auf, die Abriegelungsmaßnahmen noch zu verschärfen. Dies sei die einzige Lösung, um die Zahl der Neuansteckungen zu verringern. Mittlerweile haben sich mehr als 53 500 Menschen in Italien angesteckt. Vor genau einem Monat gab es in Italien den ersten Covid-19-Toten.