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Kampf gegen die drohenden Job-Verluste

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Kampf gegen die drohenden Job-Verluste
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Wegen des Coronavirus bereitet sich Europa auf einen nie gekannten wirtschaftlichen Abschwung vor.

Doch da sich die Situation von Tag zu Tag ändert, sind genaue Prognosen zum Arbeitsmarkt schwierig.

Die Internationale Arbeits-Organisation (ILO) schätzt, dass durch die Pandemie weltweit bis zu 25 Millionen Jobs verloren gehen könnten.

Sie empfiehlt eine Einkommensunterstützung und internationale Zusammenarbeit.

Derzeit würden viele Regierungen, auch in Europa, massive Geldmittel aufwenden, um ihre Volkswirtschaften, Arbeitsplätze und Einkommen am Leben zu erhalten, erklärt ILO-Direktor Guy Ryder.

All dies sei sehr gut. Doch wisse man von der Finanzkrise 2008, dass der Effekt solchen Handelns sehr viel größer sei, wenn die Regierungen untereinander kooperierten.

Natürlich brauchten Freiberufler besondere Unterstützung, da sie keinen Arbeitgeber hätten, der ihnen helfe.

Die am härtesten betroffenen Branchen wie Tourismus, Luftfahrt und Gastronomie haben bereits mit Entlassungen begonnen.

Industrie und Bau halten sich noch zurück.

Einige Staaten haben bereits Hilfsprogramme für Freiberufler aufgelegt.

Dabei werden etwa Durchschnittssummen des individuellen Einkommens gezahlt oder, wie in den meisten Fällen, Festsummen pro Monat oder pro Woche.

Im Europäischen Parlament schlugen die Sozialdemokraten die Begebung von EU-"Corona-Anleihen" vor, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen abzufedern.

Der Vorschlag an Rat, Kommission und EZB sei, eine gemeinsame Corona-Anleihe zu begeben, so die ungarische Abgeordnete Klára Dobrev.

Denn die Lehre aus der Finanzkrise 2008, 2009 habe gezeigt, dass in einer solchen Situation Sparprogramme nicht angezeigt seien.

Man brauche also mehr Liquidität, mehr Geld und mehr Möglichkeiten, die Wirtschaft und die Menschen am Leben zu erhalten.

Der Vorschlag einer solchen Anleihe wird in den nächsten Tagen von den Finanzministern der EU und der Eurozone diskutiert.

Einige indes haben diese Idee bereits als unbrauchbar zurückgewiesen.