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Noch mehr als zuvor: 832 Tote in Spanien innerhalb von 24 Stunden

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APTOPIX Virus Outbreak Spain
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In Spanien ist die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus weiter angestiegen. In den vergangenen 24 Stunden sind 832 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben.

Militär transportiert Leichen

Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, hilft ab sofort das Militär beim Transport der Leichen. Die Zahl der Toten sei zu groß und es fehle an verfügbaren Bestattungsinstituten, hieß es. Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden.

Beerdigungen können auch nur unter besonderen Vorkehrungen stattfinden. Priester Javier Fuenmayor erklärt, welche Belastungen die Menschen aushalten müssen:

Viel Familien mussten mit Einschränkungen leben. Sie alle haben diese außergewöhnliche Situation akzeptiert, jeder auf seine Weise. Es war eine schwere Zeit für sie. Andere können es nicht verstehen. Die Wahrheit ist, dass es für sie nicht leicht ist, zu akzeptieren, dass sich ihr Leben jetzt so verändert hat.
Javier Fuenmayor
Priester

Die Zahl der Infizierten stieg in Spanien innerhalb eines Tages um 8.000 auf 72.000. 40.000 Covid-19-Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden. Die meisten Kliniken im Land sind mittlerweile völlig überlastet.

Rettungssanitäter Pablo sagt, dass sie an einem Tag sieben, acht Patienten gefahren hätten, alle mit Covid-19. Das Durchschnittsalter würde sinken, die Infizierten seien nicht mehr 80 Jahre alt, sondern jetzt 30 oder 40 Jahre.

Im Hospital de Granollers in Barcelona jubeln die Ärzte - ein am Coronavirus erkrankter Patient kann die Intensivstation verlassen.

Hoffnung auf Entspannung

Immerhin: Mehr als 12.000 Personen gelten in Spanien als geheilt. Und der Anstieg der an dem Virus infizierten Menschen nimmt prozentual gesehen seit Tagen ab. Am Samstag lag er nur noch bei elf Prozent. Spanien hofft, den Höhepunkt der Krise bald überschritten zu haben.

Der Alarmzustand mit extremen Beschränkungen für die Bevölkerung war vor wenigen Tagen um zwei weitere Wochen bis zum 11. April verlängert worden. Die Regierung gibt sich zuversichtlich, dass die Ansteckungskurve sich bis dahin abgeflacht haben könnte.

Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Krise betroffene Land Europas.