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Über 5000 Covid-19-Tote in den USA - darunter 6 Wochen altes Baby

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President Donald Trump speaks about the coronavirus
President Donald Trump speaks about the coronavirus   -   Copyright  AP Photo/Alex Brandon
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Allen Appellen und den dramatisch steigenden Coronavirusfällen zum Trotz, will US-Präsident Donald Trump keine landesweite Ausgangssperre zur Bekämpfung von COVID-19 erlassen.

Maßnahmen zur Abschottung lägen im Ermessen der Bundesstaaten, so Trump am Mittwochabend. Zugleich äußerte er Zweifel an Chinas jüngsten Infektionszahlen.

Die lägen - freundlich ausgedrückt - ein wenig auf der niedrigen Seite im Vergleich zu dem, was man dort beobachtet habe und was darüber berichtet wurde, so Trump. "Wir haben das mit dem chinesischen Präsidenten diskutiert, nicht so sehr die Zahlen, sondern vielmehr, was sie getan haben und wie es ihnen geht. Und wir stehen in ständiger Kommunikation mit ihm, in ausgezeichneter Kommunikation, zwischen mir und Präsident Xi sind die Beziehungen sehr gut".

Florida macht dicht

Nach Angaben der Johns Hopkins Universität gibt es in China etwa 82 Tausend bestätigte Covid-19 Fälle und mehr als 3300 Tote. In den USA liegt die Zahl der Todesfälle bereits über 5000.

Unterdessen hat der Gouverneur von Florida für die 21 Millionen Einwohner des Staates eine 30-tägige Ausgangssperre angeordnet. Dies gilt ab Donnerstag um Mitternacht (Ortszeit). In Kalifornien und im besonders heftig von der Epidemie getroffenen US-Bundesstaat New York wurden bereits solche Beschränkungen erlassen.

J¨üngstes Opfer: Ein 6 Wochen altes Baby

Der Governor des US-Bundesstaates Connecticut Ned Lamont hat die Nachricht auf Twitter bestätigt. In der Gegend von Hartford ist ein sechs Wochen altes Baby, das sich mit Covid-19 angesteckt hatte, verstorben.

Der Säugling sei in der vergangenen Woche leblos in ein Krankenhaus gebracht worden und alle Wiederbelebungsversuche seien vergeblich gewesen. Jetzt sei das Baby positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch die jüngsten würden von dem Virus gnadenlos angegriffen schrieb der 66-jährige Politiker.

Am Samstag war aus Illinois der Tod eines neun Monate alten Kindes in Chicago gemeldet worden.

Mehr als 200.000 bestätigte Fälle in den USA

Laut Governor Ned Lamont gibt es in Connecticut 3.500 bestätigte Fälle von Covid-19 und 85 Tote. In den USA steigen die Infektionszahlen dramatisch an und haben die 200.000 bestätigten Fälle überschritten.. Besonders betroffen ist New York mit mehr als 83.000 Infizierten, dort sich die ÄrztInnen und PflegerInnen bereits völlig überlastet und laut Johns Hopkins Universität waren - Stand Mittwochabend - 1.139 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus in NYC gestorben.

US-Präsident Donald Trump, dem von seinen Kritikern vorgeworfen wird, er habe zu spät auf die Pandemie reagiert, erklärte inzwischen, die nächsten Wochen würden "die schwierigsten", die das Land je erlebt habe.

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