SARS-CoV-2: Tessin will sich abriegeln

People walk in Riforma's square on May 7, 2019 in Lugano, southern Switzerland. (Photo by Fabrice COFFRINI / AFP)
People walk in Riforma's square on May 7, 2019 in Lugano, southern Switzerland. (Photo by Fabrice COFFRINI / AFP) Copyright FABRICE COFFRINI/AFP or licensors
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Von Andrea Büring
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Vor den Osterfeiertagen wollen die Tessiner Gemeindepräsidenten erreichen, dass die Autobahn-Tunnel St. Gotthardt und San Bernardino geschlossen werden. Sie befürchten einen Touristenansturm aus der Deutschschweiz.

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Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sollen in der Schweiz die Zufahrten in den Süden abgeriegelt werden. Eine Forderung der Tessiner Gemeindepräsidenten, die die Autobahntunnel Sankt Gotthardt und San Bernardino betreffen würde.

Hintergrund sind die nahenden Osterfeiertage, die die Deutschschweizer für eine Reise ins Tessin nutzen könnten. Die Orte am Lago Maggiore und am Luganersee sind bei Touristen sehr beliebt.

Durch die Maßnahme soll das strapazierte Gesundheitssystem im südlichen, italienischsprachigen Kanton nicht zusätzlich belastet werden.

Zwar gilt schweizweit die "außerordentliche Lage": Den Menschen wird empfohlen, zu Hause zu bleiben. Schulen, Läden, Restaurants und Bars sind geschlossen. Doch da die Situation im Tessin besonders dramatisch ist, wurden dort auch alle produzierenden Gewerbe lahm gelegt. Außerdem gilt dort ein Einkaufsverbot für über 65-Jährige.

Derzeit sind in der Schweiz etwa 18.000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert; an die 500 Patienten sind an Covid-19 gestorben - fast ein Drittel von ihnen im Tessin.

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