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Wie schlägt sich Portugal durch die Covid-19-Krise?

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People stand on their balcony as Father Nuno Westood travels aboard a convertible Smart
People stand on their balcony as Father Nuno Westood travels aboard a convertible Smart   -   Copyright  PATRICIA DE MELO MOREIRA/AFP
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Trotz der drastischen Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem kommt Portugal bisher eher gut durch die Coronavirus-Krise.

Etwa 1.000 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, weitere Feldlazarette stehen bereit. Dabei wurden wie im Nachbarland Spanien in den vergangenen Jahren die Stellen von Ärzten und Pflegepersonal zusammengestrichen.

Fast 17.000 Menschen hatten sich bis Ostermontag in Portugal mit SARS-CoV-2 infizierte, es gab 504 bestätigte Todesfälle. Das sind mehr Tote als in Österreich, aber deutlich weniger als in der Schweiz.

Die internationale Coronavirus-Karte finden Sie hier

Einwanderer haben vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen bekommen

Die portugiesische Regierung hat gleich zu Beginn der Coronavirus-Krise durch provisorische Papiere allen Einwanderern, die sich im Land aufhalten, den Zugang zur medizinischen Versorgung gestattet.

Etwa 5 Millionen Portugiesen im Ausland können nicht "nach Hause"

Portugal hat schon seit Wochen die Grenzen geschlossen. Das bedeutet auch, dass die Diaspora - die Portugiesen, die im Ausland leben, die Osterferien nicht in Portugal verbringen können. Insgesamt leben etwa 5 Millionen Portugiesen im Ausland. Wie LA CROIX berichtet, haben die Bürgermeister einiger Städte - wie der von Vila Real - ihre Bürgerinnen und Bürger extra daran erinnert, dass es keine Besuche von anderswo geben sollte.

Am Osterwochenende waren 35.000 Polizisten im Einsatz, um zu überwachen, dass die Ausgangssperre beachtet wird.

Regierung und Opposition zeigen sich geeint im Kampf gegen die Pandemie. Die Ausgangssperre ist etwas weniger streng als im Nachbarland Spanien. Wie dort gibt es im Landesinneren mehr Coronavirus-Patienten als an der Atlantikküste.