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Großbritannien hofft: Niedrigste Sterberate seit einem Monat

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Virus Outbreak Britain
Virus Outbreak Britain   -   Copyright  Alberto Pezzali/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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In Großbritannien sind in den vergangenen 24 Stunden 413 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Das ist laut Umweltstaatssekretär George Eustice der niedrigste Anstieg seit Ende März. Damit erhöhte sich die Zahl der Coronavirus-Toten auf insgesamt 20.732.

Mehrere Experten gehen trotz der Sterberate davon aus, dass der Höhepunkt der Pandemie bereits überschritten ist.

Außenminister Dominic Raab, der derzeit die Regierungsgeschäfte führt, will auf jeden Fall an seinem Plan festhalten: "Wir haben sehr klar gesagt, dass wir durch fünf Tests festlegen, wie die nächste Übergangsphase aussehen wird. Es wird nicht nur ein Zurückgehen sein, es wird eine 'neue Normalität' sein, wenn Sie so wollen, mit sozialen Distanzierungsmaßnahmen, die an die Gebiete angepasst sind, die derzeit abgeschottet sind. Und wir werden dafür Sorge tragen, dass wir uns von den wissenschaftlichen Erkenntnissen leiten lassen."

Comeback von Johnson

Premierminister Boris Johnson will nach Angaben einer Regierungsprecherin an diesem Montag wieder die Amtsgeschäfte von seinem Stellvertreter Dominic Raab übernehmen.

Der 55-Jährige hatte sich in den vergangenen zwei Wochen in der Regierungsresidenz Chequers bei London von seiner Covid-19-Erkrankung erholt.

Johnsons Regierung steht durch ihre Reaktion auf die Pandemie in der Kritik. Die Vorwürfe beziehen sich in erster Linie auf die als zu langsam bewerteten Gegenmaßnahmen und fehlende Schutzkleidung für medizinisches Personal.

Auch das selbstgesteckte Ziel von täglich 100.000 Coronavirus-Tests bis Ende des Monats dürfte verfehlt werden. Stand Sonntagabend waren landesweit erst knapp 670.000 Tests durchgeführt worden.