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Ischgl: Bar-Besitzer räumt Fehler ein

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"Kitzloch"-Bar in Ischgl
"Kitzloch"-Bar in Ischgl   -   Copyright  ORF
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Der österreichische Wintersportort Ischgl, mit seiner Après-Ski-Bar "Kitzloch", gilt als eine der Keimzellen des Coronavirus für Teile Europas.

Der Betreiber des Lokals, Bernhard Zangerl, bedauerte nun in einem Interview, seine Bar nicht schon früher geschlossen zu haben. Im Nachhinein hätte man wahrscheinlich einige Sachen anders gemacht, so Zangerl. Fehler sieht er vor allem in der schlechten Kommunikation:

Angefangen von den Tests in Island bis nach Ischgl. Die Landessanitätsdirektionen und die Staatsanwaltschaft werden das jetzt alles aufarbeiten und werden dann auf ein Ergebnis kommen, inwiefern man da besser hätte zusammenarbeiten können.
Bernhard Zangerl
Kneipenbesitzer "Kitzloch"
ORF
Bernhard ZangerlORF

In dem Lokal haben sich vermutlich Tausende in ganz Europa mit dem Virus angesteckt. Gerichtliche Konsequenzen fürchtet Zangerl allerdings nicht:

Vor Klagen haben wir grundsätzlich nicht Angst, da stets das gemacht haben, was uns die Behörden vorgegeben haben. Wir haben weder Fälle vertuscht, noch haben wird die Saison herausgezögert. Wir haben lediglich darauf vertraut, dass wir die richtigen Anweisungen bekommen und haben die zu hundert Prozent und gewissenhaft umgesetzt.
Bernhard Zangerl
Kneipenbesitzer "Kitzloch"

Das "Kitzloch" wurde nach einem positiven Corona-Test geschlossen. Dem Land Tirol wird vorgeworfen, zu spät den Skibetrieb inklusive der Après-Ski-Parties gestoppt zu haben.

In Ischgl gab es erste Hinweise auf Ansteckungen bereits am 5. März. Erst am 13. März wurde das Dorf unter Quarantäne gesetzt.