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Großbritannien testet, Spanien schließt Feldlazarett

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Großbritannien testet, Spanien schließt Feldlazarett
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So einen 1. Mai hat Europa wohl noch nie erlebt, keine Massendemonstrationen, dafür kleine aber wichtige Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus.

Mehr als 100.000 Corona-Tests pro Tag

Der Höhepunkt der Pandemie sei überschritten, auf diese Formel versucht die britische Regierung ihre Bürger einzuschwören. Dennoch lag die Zahl der Todesfälle an diesem Freitag wieder sehr hoch bei 739. Mehr als 27.500 Menschen sind bereits an Covid-19 gestorben.

Derweil baut das Land die Testkapazitäten aus. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte am Freitag, die Zielmarke von 100.000 Corona-Tests pro Tag bis Ende April sei mittlerweile übertroffen worden.

Man habe sich ein kühnes Ziel gesetzt und dieses erreicht. Die britische Regierung war zuvor dafür kritisiert worden, dass anfangs nur schwer erkrankte Patienten und ausgewählte Berufsgruppen getestet wurden.

Madrid schließt "Wunder-Krankenhaus"

Ein symbolträchtiger Tag für die Spanier: In Madrid wurde das im Messezentrum Ifema errichtete provisorische Feldlazarett an diesem Freitag wieder geschlossen wegen der schnell sinkenden Zahl der Covid-19-Kranken. Mehr als 4000 Patienten wurden im "Wunder-Krankenhaus" behandelt. Nur 17 konnten nicht gerettet werden.

"Experten aus den USA; Zentral- und Südamerika, aus allen europäischen Ländern, Deutschland, Italien haben uns besucht. Und alle waren erstaunt über das, was hier erreicht wurde", so Antonio Zapatero der Direktor des IFEMA Krankenhauses.

Italien kurz vor "Phase Zwei"

In Italien, dem am härtesten von Covid-19 betroffenen Land, ist die Zahl der neuen Todesfälle weiter gesunken, 269 waren es an diesem Freitag, 285 am Tag davor. Derweil blickt Italien ersten Lockerungen der strikten Corona-Maßnahmen ab Montag entgegen. Premier Giuseppe Conte versprach am Tag der Arbeit weitere Schritte, sollte die Zahl der Erkrankten klar zurückgehen.

Frankreich: "Exit"-Karte wird korrigiert

Die Franzosen verbrachten den 1. Mai weitgehend bei sich zu Haus. Die traditionellen Mai- Demonstrationen waren wegen der strengen Ausgangsbeschränkungen ausgefallen. Diese sollen ab 11. Mai regional gelockert werden. Eine gerade erst vorgestellte Karte mit roten und grünen Zonen musste das Gesundheitsministerium inzwischen wegen Fehlberechnungen wieder korrigieren.