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Selbst ist die Kundschaft: Mexikos Sex-Shops im Aufwind

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Mitarbeiter eines Sex-Shops in Mexiko bringt Pakete aus dem Laden.
Mitarbeiter eines Sex-Shops in Mexiko bringt Pakete aus dem Laden.   -   Copyright  screenshot via AP
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Sex sells, heißt eine alte Marktweißheit. In Zeiten von Coronavirus und Abstandsregel scheint sich diese einmal mehr zu bewahrheiten.

Die Verkaufszahlen von Mexikos größten Sexshops sind nach Beginn der Krise in die Höhe geschossen, haben sich mehr als verdreifacht.

Kauf online, Lieferung per Post

Da die Läden selbst für Kunden geschlossen sind, stapeln sich die Päckchen und Pakete zum Versand, bestellt wird derzeit ausschließlich online.

Diana Bernal ist Marketingmanagerin des Unternehmens: "Als die Maßnahmen angekündigt wurden, begannen die Panikkäufe. Man hat versucht, sich mit Vibratoren, Gleitgel und Kondomen einzudecken, eine Checkliste wurde abgearbetiet. Das ganze Lustpaket also. Es gab Wochenenden, da haben Leute für 12.000 Pesos eingekauft."

Fast 500 Euro sind das. Eine ganze Menge Geld. Doch wenn zwischenmenschliche Begegnungen nicht möglich sind, müssen die Kunden ihre Lust eben selbst in die Hand nehmen.

Lust selbst in die Hand nehmen

"Wenn man weiß, dass man für eine lange Zeit zu Hause bleiben muss und das allein, da stellt sich die Frage: Wohin mit meiner Begierde", so Bernal.

70 Prozent der Kunden sind Frauen. Verkaufsschlager sind vor allem Dildos und Virbratoren.

Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen, wie etwa dem Tourismus in Mexiko, scheinen Sexshops im Land von der Krise zu profitieren.