Eilmeldung
This content is not available in your region

Massentests auf SARS-CoV-2 in Armenvierteln Nairobis

euronews_icons_loading
Massentests auf SARS-CoV-2 in Armenvierteln Nairobis
Copyright  Brian Inganga/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

In den Armenvierteln von Kenias Haupstadt Nairobi haben Massenuntersuchungen auf das neuartige Coronavirus begonnen.

In dem ostafrikanischen Land gibt es laut der Johns-Hopkins-Universität 411 bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen. 21 Infizierte sind gestorben.

Die kenianischen Behörden versuchen die Tests, die auf Freiwilligkeit beruhen, vor allem in Gegenden durchzuführen, wo die Einhaltung von Abstandsregeln schwierig oder sogar unmöglich ist.

Dies ist vor allem in Nairobis Distrikt Kawangware der Fall, wo sich Bewohner aus Platzmangel auch nicht in Selbstisolation begeben können.

Monica Wairimu bietet unterschiedliche Waren an, um sich und ihre KInder über Wasser zu halten: "Ich verkaufe nur noch ein Viertel so viel wie früher. Das Virus hat alles verschlechtert, weil ich meine Miete nicht mehr zahlen kann und auch die Kinder kosten mich viel Geld. Ich hoffe auf ein negatives Testergebnis, weil das mein Leben und meine Arbeit verbessern würde."

Dramatische Lage in Somalia

In Somalia würden die Behörden gerne Massenuntersuchungen durchführen, können es aber wegen fehlender Mittel nicht.

Zudem gelangte eine Lieferung von Coronavirus-Schnelltests aus China gar nicht erst ins Land. Ferner herrscht Mangel an sauberem Trinkwasser und Basishygiene. Besonders dramatisch ist die Lage in den zahlreichen Flüchtlingscamps in Somalia, die in der Regel hoffnungslos überfüllt und unterfinanziert sind.

Besonders dramatisch ist die Lage im "Camp Jawle 2". Dort lebt Halima Abdia Mumin unter menschenunwürdigen Bedingungen: "Hier ist alles überfüllt. Wir schlafen mit mehreren Menschen auf einer Matte. Meherre Familien sind auf engstem Raum zusammengepfercht. Durch die Nachrichten fühlen wir uns der Pandemie hilflos ausgeliefert. Alles ist außer Kontrolle. Das ist schockierend."

Auch Malaria und Cholera verbreiten sich

Ein weiteres großes Problem in den Camps ist die Verbreitung anderer ansteckender Krankheiten wie Malaria und Cholera.

In Somalia gibt es mehrere Millionen Inlandsflüchtlinge, die wegen des Bürgerkriegs oder der Dürre ihre Heimatregionen verlassen haben.

Die Johns-Hopkins-Universität verzeichnet in Somalia aktuell 601 bestätigte Coronavirus-Infektionen. 28 Menschen sind demnach an den Folgen von Covid-19 gestorben.