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Europa lockert Corona-Regeln

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Europa lockert Corona-Regeln
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Das unbeschwerte Reisen innerhalb Europas wird noch eine Weile nicht möglich sein, doch in den einzelnen Ländern erwacht das öffentliche Leben wieder. Zahlreiche europäische Länder lockern zu Wochenbeginn einige, teils drastische Anti-Corona-Maßnahmen. Doch Vorsichtsmaßnahmen bleiben - die Schutzmaske gehört fast überall dazu.

Italiener dürfen wieder ins Freie

Nach fast zwei Monaten lockert Italien die Ausgangssperre, die zu den strengsten in Europa gehörte. Parks öffnen wieder und die Italiener dürfen erstmals zum Sport oder Spaziergang nach draußen. Industrie und Bauwirtschaft fahren ihre Produktion hoch.

Öffentliche Verkehrsmittel sollen vermehrt fahren, so die Bürgermeisterin von Turin, Chiara Appendino: "Die öffentlichen Verkehrsmittel werden desinfiziert. Viele Maßnahmen werden die Sicherheit der Nutzer gewährleisten. Es wird eine Beschilderung geben, die zeigt, wie man ein- und aussteigt und die es den Menschen ermöglicht, einen Meter Abstand zu halten. Ab Montag ist es Pflicht, im öffentlichen Verkehr eine Maske zu tragen. Sollte man keine haben, werden sie, bis von der Region Masken an alle Einwohner verteilt werden, beim Einsteigen ausgegeben."

Allerdings bleiben die meisten Geschäfte noch zu. Restaurants und Bars dürfen nur einen Liefer- oder Take-Away-Service anbieten und bleiben bis Juni für Besuche geschlossen.

Spanien feiert Lockerung von «Hausarrest»

In Spanien gehen die Todeszahlen weiter zurück, mit 164 Todesfällen am Sonntag war es die niedrigste Zahl seit Beginn der Epidemie im Land.

Die Spanier durften schon am Wochenende zu vorbestimmten Zeiten wieder ins Freie zum Sport und zum Flanieren, dies sorgte für Partystimmung und volle Straßen. Es gelten aber weiter bestimmte Ausgeh- und Distanzregeln.

Franzosen müssen noch etwas warten

In Frankreich hat die Pariser Polizei seit Beginn der Ausgangssperre 64.000 Strafzettel für Verstöße ausgestellt. Das Land will die strengen Ausgangsbeschränkungen erst vom 11. Mai an lockern. Das Tragen von Schutzmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln soll dann zur Pflicht werden. Geschäfte sollen von diesem Termin an wieder öffnen können.

Restaurants oder Cafés werden aber weiter geschlossen bleiben; auch Strände sind für Besucher und Sportler bis mindestens 1. Juni tabu. Gesundheitsminister Olivier Véran warnte am Sonntag zugleich, dass der Termin 11. Mai wackeln könnte, falls die Pandemie bis dahin nicht ausreichend eingedämmt sei.

Großbritannien bei Todesfällen knapp hinter Italien

Mit nunmehr insgesamt 28.446 Toten liegt Großbritannien nur noch knapp hinter Italien, dem am schwersten von der Pandemie betroffenen Land in Europa. Dennoch denkt die britische Regierung über eine schrittweise Lockerung der Corona-Beschränkungen nach. Den genauen Fahrplan will Premierminister Boris Johnson in dieser Woche vorstellen.

Immer mehr Corona-Infektionen in Russland

In Russland steigt die Zahl der neu mit dem Coronavirus Infizierten weiter dramatisch an, am Sonntag wurden mehr als 10.000 neue Fälle verzeichnet, mehr als die Hälfte davon in Moskau. In den vergangenen Wochen wurden die Corona-Tests deutlich ausgeweitet. Laut offiziellen Angaben sind deshalb deutlich mehr Fälle in Russland nachgewiesen worden.

Im größten Land der Erde blieb die Zahl der Corona-Patienten lange niedrig. Seit Tagen nimmt sie aber so rasant zu wie in keinem anderen Land - obwohl Ausgangssperren gelten, mit denen eine weitere Ausbreitung des Erregers verhindert werden sollte.