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"Monets Orte" mit Mundschutz: Museen öffnen wieder

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Virus Outbreak Germany Museums Reopening
Virus Outbreak Germany Museums Reopening   -   Copyright  Jens Meyer/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Es wirkt wie ein Stoß Sauerstoff nach wochenlangem Entzug: In Deutschland öffnen die Museen wieder, das Barberini in Potsdam ist eines der ersten mit seiner großen Monet-Schau.

Zusammen mit den Behörden wurden dafür umfangreiche Schutz- und Hygienemaßnahmen entwickelt.

Dabei galten drei goldene regeln: "Wir müssen Abstände einhalten können, um Distanz zu wahren. Wir müssen Warteschlangen vermeiden und wir wollen, dass die Gäste möglichst wenig anfassen müssen", Dorothee Entrup, Kunsthistorikerin im Museum Barberini.

Rund 80 Gäste pro Stunde dürfen ins Barberini, um "Monets Orte" maskiert zu genießen. Etwa ein Drittel der üblichen Besucherzahl. Zeitfenstertickets sind obligatorisch, die ersten Tage waren in Nullkommanichts ausgebucht.

"Es ist einfach schön, dass dieses normale Leben wieder anfängt", sagt eine Besucherin mit Mundschutz. Kultur, gehöre dazu, zumindest für sie. Es sei schön, dass sich jetzt langsam wieder alles öffne.

Zuvor war die Ausstellung virtuell zugänglich.

Bange Zukunft, klamme Kasse

Museen auf der ganzen Welt gehen in diesen Tagen den gewagten Schritt der Öffnung. Auch das Reina Sofia in Madrid mit seinen Meistern der Moderne. Auch hier wurde intensiv an einem Sicherheitskonzept gearbeitet.

Mit einem bangen Blick in die Zukunft, sagt der Direktor des Museums Manuel Borja-Villel. Die Zeit der Grossaustellungen sei vorbei. "Massentourismus, wie wir ihn kennen, wird es nicht länger geben. Wir gehen davon aus, dass in diesem Jahr keine Touristen mehr kommen, wir rechnen mit Einbußen zwischen 7 und 8 Millionen Euro."

Mundschutz, Leitsysteme, Smartphone statt Audioguide, so sieht wohl noch auf lange Sicht der Museumsbesuch in Zeiten von Corona aus.