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Absturz der Passagierflugzahlen

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Absturz der Passagierflugzahlen
Copyright  Remy De La Mauviniere/AP2003
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Das wäre ein typischer Tag am Himmel über Europa: 31.000 Flüge spinnen ein dichtes Verbindungsnetz über dem Kontinent. Doch das war vor Corona. Seit Inkrafttreten der Schutzmaßnahmen hat der Luftverkehr um 90 Prozent abgenommen. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, der Eurocontrol, hervor.

1,8 Milliarden Verlust für AirFrance-KLM

Anders gesagt: Milliarden Euro gehen der Wirtschaft verloren. AirFrance-KLM hat den Schaden mit 1,8 Milliarden Euro beziffert, und das nur für das erste Quartal des Jahres. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 324 Millionen Verlust.

Alle großen Airlines mussten ihre Passagierverbindungen eindampfen, um bis zu 99 Prozent, die Maschinen bleiben vorerst am Boden.

Anteil der Frachtflüge gestiegen

Im vergangenen Jahr machten Frachtflüge Anfang Mai lediglich zwei Prozent des Luftverkehrs aus. Zahlen vom 4. Mai dieses Jahrs zeigen: nun sind es 17 Prozent.

"Die Frachtflüge hören nicht auf. Nicht mal zu den kritischsten Zeiten der Pandemie war das so. Viele ankommende Flüge haben medizinische Ausrüstung gebracht, Masken, Beatmungsgeräte, meistens aus China. Aber auch die abgehenden Flüge gingen weiter. Von Mailand-Malpensa aus ging das Geschäft also immer weiter, ", so Giovanni Costantini vom Unternehmen Milano Malpensa Cargo.

Eine Vereinigung von 500 europäischen Flughäfen, die ACI Europe, schätzt die Verluste der Betreiber auf 14 Milliarden Euro allein in diesem Jahr. Nicht eingerechnet sind die Einbußen von Bars, Cafés und anderer Geschäften an den Flughäfen.