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Corona-Ausbruch in Schlachthof: Wohin mit 2000 Tonnen Fleisch?

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Corona-Ausbruch in Schlachthof: Wohin mit 2000 Tonnen Fleisch?
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In einem weiteren Schlachthof in Deutschland ist ein Ausbruch von Coronavirus-Infektionen bestätigt worden.

Wie der Landkreis Osnabrück mitteilte, sind 92 Beschäftigte eines fleischverarbeitenden Betriebes im niedersächsischen Dissen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Produktion wurde für 14 Tage ausgesetzt, die Infizierten und ihre Kontaktpersonen mussten sich in Quarantäne begeben.

Die Angestellten in den Betrieben sind zum überwiegenden Teil Arbeiter aus Osteuropa, die unter umstrittenen Bedingungen untergebracht sind. Laut Aussage des Landkreises werden sie von Subunternehmen beschäftigt und wohnen in Sammelunterkünften.

Betrieb steht still - was passiert mit dem Fleisch?

Noch ungeklärt ist, was nun mit den rund 2.000 Tonnen Fleisch passieren wird. Laut Aussage eines Sprecher des Landkreises werde derzeit an Konzepten gearbeitet, wie das Fleisch verarbeitet werden könne.

Bereits zuvor waren in mehreren anderen deutschen und jetzt auch in französischen Schlachthöfen zahlreiche Coronavirus-Infektionsfälle aufgetreten.

St. Augustin: Virus-Ausbruch in Flüchtlingsheim

In einer Flüchtlingseinrichtung in St. Augustin bei Bonn sind 70 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab die Bezirksregierung Köln bekannt. Insgesamt wurden in der Unterkunft 300 Personen getestet. Die Infizierten sind in einen Isolierbereich verlegt worden.

In dem Flüchtlingsheim finden bis zu 600 Personen Platz. In St. Augustin (Rhein-Sieg-Kreis) waren überwiegend junge Leute, aber auch Familien untergebracht.

Die schnelle Ausbreitung des Coronavirus ist in Flüchtlingsheimen keine Seltenheit. Allein in Nordrhein-Westfalen waren bereits zwei Einrichtungen stärker betroffen. So wurden in Euskirchen mehr als 50 Personen positiv auf Covid-19 getestet, in Mettmann bei Düsseldorf kam es in einem Flüchtlingsheim zu mehr als 30 Positivfällen.