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Schlachthöfe: EU fordert gleiche Arbeitsbedingungen

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Schlachthöfe: EU fordert gleiche Arbeitsbedingungen
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Nach den massiven Coronavirus-Ausbrüchen in deutschen Fleischfabriken hat sich nun die EU-Kommission eingeschaltet. Brüssel fordert die Schlachthofbetreiber auf, den Saisonarbeitern die gleichen Arbeitsbedingungen zu gewähren, wie allen anderen Beschäftigten.

EU-Arbeits- und Sozialkommissar Nicolas Schmit droht den EU-Mitgliedsländern mit Verfahren wegen der Verletzung der EU-Verträge. Jeder Staat müsse mit Richtlinien Gerechtigkeit garantieren:

Wir appellieren an die Mitgliedsstaaten der EU, die Kontrollen auszuweiten und zu verstärken. Denn was dort geschieht, hat weder etwas mit dem europäischen Sozialrecht, noch mit den sozialen Arbeitsgesetzen der einzelnen Länder zu tun. Und es liegt auf der Hand: Wenn es keine Kontrollen gibt, dann werden Menschen auf eine Art und Weise behandelt, die nicht angemessen ist.
Nicolas Schmit
EU-Arbeits- und Sozialkommissar

In der deutschen Fleischindustrie waren vor rund einem Jahr mehr als 36.000 Arbeiter aus Osteuropa angestellt - rund 40 Prozent im Vergleich zur Gesamtbelegschaft. Laut Bundesagentur für Arbeit verdienten sie allerdings durchschnittlich Hunderte Euro weniger im Monat als ihre deutschen Kollegen.