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Coronavirus unter Tage: Polens Kohlerevier im Lockdown

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Coronavirus unter Tage: Polens Kohlerevier im Lockdown
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Die Zahlen von Covid-Erkrankungen in Polen steigen weiter, während sie in den Nachbarländern zurückgehen. Fast die Hälfte der Fälle treten im schlesischen Kohlerevier auf. Daher entschied die polnische Regierung Anfang der Woche, aus Sicherheitsgründen zwölf Bergwerke zu schließen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Während die Kumpel auf Sars-CoV-2 getestet werden, beschweren sich viele, sie wollen so schnell wie möglich wieder arbeiten. Viele Menschen in Schlesien hängen von der Kohleindustrie ab.

Sławomir Starzyński, Sprecher des Unternehmens JSW in Jastrzębie-Zdrój, sagte:

Jeder wird zwei Mal überprüft. Damit ein Bergarbeiter wieder arbeiten darf, müssen beide Testergebnisse negativ sein.

Krzysztof Łabądź, der Vorsitzende der Bergabrbeiter-Gewerkschaft in Ornontowice, ergänzt:

Als die Tests gemacht wurden, haben die Bergleute mit einem Mal herausgefunden, dass sie krank waren. Mehr als 90% der Betroffenen zeigten überhaupt keine Symptome.

Die Situation in Schlesien ist chaotisch. Einige Abstriche gingen verloren, die Tests wurden nicht überwacht, an die Ergebnisse kamen viele Menschen nur schwer heran.

Zum einen wirft die Situation in den Minen ein schlechtes Licht auf uns. Die Rede ist von Fahrlässigkeit. Zum anderen bin ich als Bürgermeister besorgt, dass sich das Coronavirus in der ganzen Stadt ausbreitet.
Piotr Kuczera
Bürgermeister von Rybnik

Viele Menschen fürchten die weitere Ausbreitung von Sars-CoV-2. Daher sind sie weiter auf der Hut, währen in Polen und anderen Ländern die Maßnahmen mehr und mehr gelockert werden.