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Wegen Corona bei Tönnies: Südtiroler Speck könnte knapp werden

Südtiroler Speck
Südtiroler Speck   -   Copyright  Export Organisation Südtirol/Frieder Blickle/Export Organisation Südtirol/Frieder Blickle
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"Engpass kann nicht ausgeschlossen werden"

Die Folgen des Corona-Ausbruchs beim deutschen Fleischhersteller Tönnies reichen auch nach Italien, genauer gesagt: nach Südtirol. Weil der Nachschub fehlt, könnten nun Speck und Wurst aus der Region in Norditalien knapp werden.

Matthias Messner, Direktor des Speckkonsortiums, sagte gegenüber dem Nachrichtenportal Stol.it: "Die Situation ist aktuell angespannt und ein Engpass kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden."

Bis Ende Mai stammten knapp sechs Prozent der Fleischmenge für Südtiroler Betriebe von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen. Es handele sich um rund 175.790 Schweineschlegel aus Deutschland, sagte Messner. Derzeit gebe es aber keine Lieferungen mehr aus Rheda-Wiedenbrück.

Keine Sorge vor Infektionen

Die Verbraucher müssten sich keine Sorge um eine Infektion machen. Messner verwies auf das Bundesinstitut für Risikobewertung. Das habe bestätigt, dass es keine Hinweise gibt, dass es durch den Verzehr von Lebensmitteln, wie Fleisch und daraus hergestellten Produkten zu einer Infektion des Menschen kommt.

Südtiroler Speck ist eine geschützte geographische Angabe der EU. Er darf nur so heißen, wenn er auf eine bestimmte Art und Weise in Südtirol hergestellt wird. Das Fleisch für den Speck kommt allerdings zum großen Teil aus Deutschland oder aus den Niederlanden.