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Syrien-Geberkonferenz: Milliarden für die notleidende Bevölkerung

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Verletztes Kind
Verletztes Kind   -   Copyright  Vadim Ghirda/Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved.
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Hilfsmöglichkeiten für die notleidende Bevölkerung auszuloten und bereitzustellen, ist das Ziel der Syrien-Geberkonferenz, die angesichts der Coronavirus-Pandemie virtuell stattfindet.

Allein Deutschland sagte 1,58 Milliarden Euro für die syrische Bevölkerung und Bürgerkriegsflüchtlinge zu.

2,8 Millionen Kinder ohne Schulbildung

„Eine ganze Generation syrischer Kinder kennt nur den Krieg. Und der Krieg ist nicht beendet, weil die Bevölkerung weiterhin in Angst lebt und weiterhin leidet. Ihre Zukunft befindet sich in Geiselhaft. Europa kann nicht und wird nicht wegschauen", so Josep Borrell, Außenbeauftragter der Europäischen Union.

Eine ganze Generation syrischer Kinder kennt nur den Krieg
Josep Borrell
EU-Außenbeauftragter

Einer Schätzung von UNICEF zufolge gehen 2,8 Millionen syrische Jugendliche nicht zur Schule. Ein weiteres großes Problem betrifft die Versorgung mit Lebensmitteln, berichtet Corinne Fleischer. Die Schweizerin leitet die Arbeit des Welternährungsprogramms in Syrien.

Nahrungsmittelpreise stark gestiegen

„Eine Nahrungsration für eine syrische Familie kostete am Höhepunkt des Krieges zehn Mal mehr als vor dem Krieg. Jetzt kostet sie 20 Mal mehr. Die Menschen sagen uns, dass sie darauf warten, dass die Preise sinken, ehe sie Essen kaufen. Sie können sich das nicht leisten. Das muss man sich mal vorstellen: Sie warten ab, ehe sie Nahrung kaufen. Sie verkaufen ihre Kühlschränke", so Fleischer.

An der Geberkonferenz, die von der Europäischen Kommission und den Vereinten Nationen anberaumt wurde, nehmen mehr als 80 Staaten und Organisationen teil. Bei einer ähnlichen Veranstaltung im März 2019 kamen 6,2 Milliarden Euro zusammen.