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Präzedenzfall: Wurden britische Covid-Senioren zu Recht in Pflegeheime "entlassen?"

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Präzedenzfall: Wurden britische Covid-Senioren zu Recht in Pflegeheime "entlassen?"
Copyright  Cathy Gardner
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Einer Frau, deren Vater in einem britischen Pflegeheim an einem „wahrscheinlichen Coronavirus“ gestorben ist - es waren keine Tests verfügbar - wurde mitgeteilt, dass ihre rechtlichen Schritte gegen die britische Regierung „nicht im öffentlichen Interesse“ seien - trotz tausender Corona-Todesfälle in Pflegeheimen.

Covid-19 hat das Sozialversicherungssystem in einen kritischen Zustand gebracht. In britischen Pflegeheimen sind bisher mehr als 16.000 Menschen daran gestorben.

Cathy Gardner geht jetzt rechtlich gegen die Regierung, den NHS (National Health Service) und die Agentur “Öffentliche Gesundheit in England” (Public Health England) des Gesundheitsministeriums vor, um sie zur Rechenschaft zu ziehen.

Dr Cathy Gardner:

“Nach seinem Tod wurde mir klar, dass die Regierung eine Richtlinie erlassen hatte, nach der Patienten aus Krankenhäusern entlassen werden, nicht nur ohne Tests, sondern auch einige mit Coronavirus. Also wurden diese Personen in Pflegeheime gebracht - sie hätten eine völlig sichere Umgebung gebraucht - und das ist einer der Gründe, warum es in unseren britischen Pflegeheimen so viele Todesfälle gegeben hat."

Cathys Anwalt in dem Präzedenzfall bekam auf einen Brief von den Beteiligten die Auskunft, ein Gerichtsverfahren in der Sache sei NICHT im allgemeinen öffentlichen Interesse.

Und sie sicherten "umfassende Maßnahmen zum Schutz der Menschen” zu, “die in Pflegeheimen leben und arbeiten."

Paul Conrathe, Anwalt:

“Wir haben jetzt Antwort von den Beschuldigten erhalten, und überraschenderweise haben sie sich nicht wirklich mit der Frage befasst, warum Menschen in Pflegeheime entlassen werden durften, ohne auf Covid getestet zu werden, und sie haben auch keine Unterlagen zur Verfügung gestellt, warum sie zu dieser Entscheidung gekommen sind.”

Angela Barnes, Euronews:

"Das Juristenteam von Cathy Gardner will den Gerichten Beweise vorlegen, dass der Staat beim Umgang mit den am stärksten Gefährdeten in Pflegeheimen rechtswidrig gehandelt hat."

Ein Sprecher des Ministeriums für Gesundheit und Soziales wollte sich gegenüber Euronews nicht zu laufenden oder potenziellen rechtlichen Verfahren äußern.

In der Zwischenzeit hat Cathy auf einer Crowdfunding-Seite mehr als 60.000 Pfund (gut 66.000 Euro) gesammelt, damit sie den Fall weiterverfolgen kann.

Angela Barnes, su