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Corona-Partys in Alabama: Wer zuerst positiv ist, gewinnt

Hier finden keine Partys statt: Mann vor einer geschlossenen Bar in Los Angeles
Hier finden keine Partys statt: Mann vor einer geschlossenen Bar in Los Angeles   -   Copyright  Jae C. Hong/ Associated Press
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Was für die einen eine tödliche Pandemie, ist für die anderen ein Spaß: In den USA haben StudentInnen Corona-Partys organisiert, bei denen sie darum wetteiferten, wer sich als erstes infiziert.

Offenbar haben die PartyorganisatorInnen in der Stadt Tuscaloosa in Alabama absichtlich Gäste eingeladen, die mit Sars-CoV-2 infiziert sind, wie die Stadträtin Sonya McKinstry berichtet, die von mehreren US-Medien zitiert wird. Demnach schmeißen alle StudentInnen Geld in einen Topf. Wer dann im Anschluss zuerst einen positiven Covid-19-Test präsentieren könne, würde das Geld bekommen. "Sie machen das mit voller Absicht", wurde McKinstry zitiert.

Enttäuschung bei negativem Testergebnis

Die lokale Feuerwehr bestätigte die Angaben. Den Gesundheitsbehörden in Tuscaloosa zufolge gibt es bereits seit Längerem entsprechende Gerüchte. Man habe sich bereits gewundert, warum StudentInnen, die ein negatives Testergebnis erhielten, verärgert darüber waren.

In Tuscaloosa gibt es mehrere Hochschulen. Die Behörden machten keine Angaben darüber, an welcher Einrichtung die betreffenden StudentInnen eingeschrieben sind. Die Universität von Alabama teilte mit, man habe Gerüchte über Corona-Partys gehört. Obwohl man keine konkreten PartyteilnehmerInnen habe identifizieren können, arbeite man daran, die StudentInnen zu sensibiliseren.

Vor allem zu Beginn der Pandemie in Europa hatte es auch in mehreren europäischen Ländern Berichte über Covid-19-Partys gegeben.

Im US-Bundesstaat Alabama mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern haben sich nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität bislang über 40 000 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Fast 1000 sind an oder mit dem Virus gestorben.

Die USA ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land. Laut der Johns Hopkins Universität sind fast 2.800.000 Menschen infiziert. Fast 130.000 starben.