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Nach 170 Jahren: 24 Widerstandskämpfer am Unabhängigkeitstag beigesetzt

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Trauerzeremonie für Widerstandskämpfer in Algerien
Trauerzeremonie für Widerstandskämpfer in Algerien   -   Copyright  Toufik Doudou/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Die sterblichen Überreste von 24 algerischen Widerstandskämpfern sind nach 170 Jahren von Frankreich nach Algerien überführt worden.

Die Leichenteile waren in einem Pariser Museum gelagert worden. Nach mehreren feierlichen Zeremonien wurden sie im Beisein des algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune auf dem größten Friedhof des Landes, El Alia, beigesetzt. Dort, in der Märtyrer-Sektion, fanden auch andere Opfer des Unabhängigkeitskriegs gegen Frankreich ihre letzte Ruhe. Algerien feiert an diesem Sonntag den 58. Jahrestag seiner Unabhängigkeit.

Zuvor konnte sich die Bevölkerung von den 24 Widerstandskämpfern verabschieden. Ihre Leichen wurden im Palast der Kulturen in der Hauptstadt Algier aufgebahrt.

Ein algerischer Historiker hatte die geköpften Leichen seiner Landsleute 2011 im Pariser Museum des Menschen entdeckt. Seitdem hatten sich algerische Behörden um eine Rückführung bemüht. 2018 willigte schließlich der französische Präsident Emmanuel Macron ein.