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Unwetter in Japan: 35 Tote, 200.000 Menschen auf der Flucht

Naturgewalten haben im Südwesten Japans mehrere Menschen das Leben gekostet. Die sintflutartigen Regenfälle lösten gewaltige Überflutungen und Erdrutsche aus, ganze Wohnhäuser wurden fortgerissen.

Mindestens 35 Menschen kamen ums Leben, 14 weitere gelten noch als vermisst. Einsatzkräfte haben Schwierigkeiten, einige der besonders schwer betroffenen Gebiete entlang des Kuma Flusses in Kumamoto zu erreichen. Dessen Ufer waren an mehreren Stellen gebrochen.

Einige Bewohner der Provinz Kumamoto, darunter auch in den Städten Yatsushiro und Hitoyoshi, waren von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem die schlammigen Fluten und Erdrutsche einige Straßen unzugänglich gemacht und Häuser mit sich gerissen hatten. Tausende Haushalte waren am Sonntag noch ohne Strom.

Die örtlichen Behörden hatten am Vortag mehr als 200.000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. Auf Luftaufnahmen des staatlichen Fernsehens waren ganze Wohngebiete metertief versunken in schlammigen Wassermassen zu sehen.

Mit Helikoptern und Schlauchbooten kämpften sich die Einsatzkräfte zu den Opfern vor, manche hatten sich auf die Dächer ihrer Häuser gerettet. Sie wurden dabei von Tausenden von Soldaten unterstützt. Viele der Opfer befanden sich in einem Altenpflegeheim in dem von den Überflutungen stark betroffenen Dorf Kuma in der Provinz Kumamoto.

In einigen Städten winkten Bewohner aus den oberen Stockwerken mit weißen Tüchern, um die Besatzung von Rettungshubschraubern auf sich aufmerksam zu machen. Andere formten "SOS"-Notrufzeichen auf dem Boden, um aus der Luft gesehen zu werden. Andere nutzten soziale Medien, um Hilfe zu rufen.