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Ausmaß von Luftübertragung von Coronaviren unklar

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Ausmaß von Luftübertragung von Coronaviren unklar
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Die Weltgesundheitsorganisation hat sich gegen die Kritik von Wissenschaftlern gewehrt, die der Organisation vorwerfen, in ihren Empfehlungen das Ansteckungsrisiko über Luftübertragung zu vernachlässigen.

Es gebe nichts zu rütteln an den bestehenden Empfehlungen, die Abstand vorsehen sowie das Tragen von Masken, wenn dieser nicht einzuhalten sei, so die WHO. Laut der Gruppe von Experten sind aber besonders volle, unzureichend durchlüftete Räume ein Risiko.

Dazu Paul Edelstein, emeritierter Professor für Pathologie und Labormedizin der Universität von Pennsylvania:

"Ich stimme dahingehend überein, dass es sinnvoll ist, die Möglichkeit der Übertragung durch die Luft in Betracht zu ziehen. Es ist sinnvoll, die Ventilation in schlecht belüfteten Räumen zu verbessern. Eine Sache, die vernachlässigt wurde, ist der Quellenschutz, d.h. die Verhinderung, dass Menschen die Infektion überhaupt übertragen können".

Insgesamt 239 Forscher aus 32 Ländern haben einen offenen Brief in einer Fachzeitschrift unterzeichnet, in dem sie die Organisation der Vereinten Nationen beschuldigten, es versäumt zu haben, angemessene Warnungen vor dem Risiko herauszugeben.

Die Experten empfehlen hohe Menschendichten zu vermeiden und vor allem auf die Durchlüftung mit frischer Außenluft zu achten. Als erwiesen gilt mittlerweile, dass das Tragen von Gesichtsmasken vor Ansteckungen schützt.

"Das Tragen einer Maske trägt dazu bei, die Übertragung sowohl von Tröpfchen, großformatigen Partikeln, als auch von Partikeln kleinerer Größe zu verhindern. Die Partikel werden zuerst zu kleinen Aerosolen und dann als größere Partikel ausgestoßen und durch eine Maske aufgefangen".

Einige Experten erklärten, dass es hilfreich sein könnte in Innenräumen Masken zu tragen und gleichzeitig die Vorschriften für die Belüftung zu verschärfen, um eine Übertragung über die Luft zu vermeiden. Die WHO sieht darin eine unnötige Belastung, da die Verbreitung von Aerosolen nicht der vorherrschende Übertragungsweg ist.