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Pandemie-Rezession schlimmer als befürchtet, sagt EU-Kommission

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Pandemie-Rezession schlimmer als befürchtet, sagt EU-Kommission
Copyright  Emilio Morenatti/AP2020
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Die Rezession in Europa aufgrund der COVID-Pandemie ist offenbar noch tiefer als befürchtet. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Wirtschaftsprognose der EU-Kommission.

Gegenüber der letzten Prognose vom Mai dieses Jahres wurde der Rückgang des Wirtschaftswachstums EU-weit um rund ein Prozent nach unten korrigiert.

Im Schnitt erwartet Brüssel ein Minuswachstum von 8,3% für dieses Jahr.

Am schlimmsten betroffen sind die südlichen Mitgliedsländer, einschließlich Frankreich. Deutschland steht mit Minus 6,3% vergleichsweise gut da.

EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentilone erklärte:

"Jedes einzelne Mitgliedsland ist dieses Jahr von Negativwachstum betroffen. Für das nächste Jahr erwarten wir für jedes Land ein Comeback und starkes Wachstum - allerdings wird es unterschiedlich ausfallen."

Grund für die Korrektur der Vorhersahe sei die unterschiedliche und beschränkte Aufhebung der Auflagen zum Schutz der Bevölkerung in den verschiedenen Mitgliedsstaaten.

Auch wenn der Tiefpunkt durchschritten zu sein scheint, sieht die Kommission in der anhaltenden Unsicherheit, gepaart mit der Uneinheitlichkeit, weiterhin das größte Problem. Mit ihrem Aufbaupaket "NextGenerationEU" will man dagegen ansteuern. Gentiloni weiter:

"In der europäischen Familie können wir die Idee einer festgeschriebenen Uneinheitlichkeit nicht akzeptieren. Das würde schwerwiegende Folgen für den Binnemarkt und die Eurozone haben."

Bei der Umsetzung des Aufbaupakets werden gemeinsamer politischer Wille und zeitgerechtes Handeln entscheidend sein, so Gentiloni:

"Ich bin weder Optimist noch Pessimist, aber ich vertraue darauf, dass alle Staats- und Regierungschefs von der Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Reaktion überzeugt sind. Ich weiß, dass die Diskussionen nicht leichtfallen werden, aber ich bin zuversichtlich, dass wir uns noch vor der Sommerpause auf das Aufbaupaket einigen können."

Die Staats- und Regierungschefs kommen Ende nächster Woche in Brüssel zu ihrem ersten physischen