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Historischer Konjunktureinbruch - Wirtschaftsleistung bricht ein

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 Historischer Konjunktureinbruch - Wirtschaftsleistung bricht ein
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Die Wirtschaftsleistung in Europa ist in der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im zweiten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 10,1 Prozent gesunken.

Europa steht vor der größten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Tourismus ist einer der Sektoren, der am schlimmsten betroffen ist. Viele haben sich gegen Auslandsreisen entschieden. Infolgedessen boomt die Wohnmobilbranche.

Zwei Millionen Fahrzeuge sind in Europa im Umlauf, in Spanien wächst der Markt schnell. Dazu Julio Barrenengoa, Geschäftsführer von Caravanas Holiday:

"Die Menschen nehmen alternative Transport- und Urlaubsarten in Anspruch. Unser Sektor wächst und entwickelt sich, da die Zahl der Kunden auch weiterhin zunehmen wird".

In Italien ist der Absatz von Mozzarella in der süditalienischen Region Kampanien deutlich gesunken. Die Restaurants waren monatelang geschlossen, die Touristen blieben aus. Das hat zu einem drastischen Absatzrückgang von rund 20 % geführt.

Die Einnahmen der italienischen Multi-Millionen-Dollar-Industrie sind um 25 % gesunken. Dazu Giuseppe Miselli, Geschäftsführer des Bauernverbandes Coldiretti:

"Die Krise war lange spürbar, als alle kommerziellen Aktivitäten eingestellt waren. Jetzt wo die Restaurants wieder geöffnet haben, gibt es eine Erholung. Wir sehen Licht am Ende des Tunnels".

Nach Einschätzung der Ökonomen stehen die Zeichen für die europäische Wirtschaft auf Erholung. Es wird aber wohl zwei Jahre dauern, bis der historische Einbruch vom Frühjahr wettgemacht ist.