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Vor 40 Jahren: Rechtsterroristen und die "Stützen des Staates"

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Vor 40 Jahren: Rechtsterroristen und die "Stützen des Staates"
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Vor 40 Jahren, am 2. August 1980 explodierte im Hauptbahnhof der norditalienischen Stadt Bologna eine Bombe. Ein knapp 40 Meter langer Seitenflügel des Gebäudes brach ein, der davor haltende Zug wurde schwer beschädigt, 85 Menschen starben, 200 wurden verletzt.

Terror von Links, Terror von Rechts: "Die bleierne Zeit"

Es war der schlimmste Terrorakt nach dem Zweiten Weltkrieg in Italien, ein Höhepunkt der so genannten "Bleiernen Zeit", als Terror von Links und Rechts in Europa allgegenwärtig war .

Italiens Präsident Sergio Mattarella mahnte zur Verteidigung der Prinzipien von Freiheit und Demokratie, denn der Anschlag war ein Angriff auf den Staat, durchgeführt von rechtsextremen Terroristen.

Rechtsextreme Attentäter gemeinsam mit den "Stützen des Staates"

Schon kurz nach dem Attentat begann eine Kampagne, die die kommunistischen Roten Brigaden verantwortlich machen sollte. Die war zwar eine links terroristische Vereinigung, mit diesem Anschlag hatte sie aber nichts zu tun. Als Ursprung der Desinformationskampagne entpuppte sich eine geheime Bruderschaft aus Hunderten reaktionären Vertretern der Staatsverwaltung, der Wirtschaft und der Militärs, die die italienische Demokratie in ein ständestaatliches System umbauen wollten. Die Attentäter wurden gefasst und verurteilt, wie auch der Chef der Geheimloge P2.

Wer die wahren Drahtzieher waren, ist bis heute im Dunkel geblieben.

P.S. 2010 kam ans Licht, das wieder ein Geheimbund korrupter Politiker, Richter und Unternehmer den Staat unterwandern wollte - der Name der Organisation: P3.