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Fake News löst Massenpanik in Cannes aus: 5 Personen verletzt

Cannes - Archivbild
Cannes - Archivbild   -   Copyright  Daniel Cole/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Gruppen von Menschen rennen plötzlich los, chaotische Szenen mit umgestürzten Stühlen in einem Restaurant, Gäste flüchten sich unter Tische... Videos im Internet (siehe weiter unten) zeigen eine Massenpanik an diesem Montagabend in Cannes. Das Chaos war offenbar in der Nähe der Strandpromenade "La Croisette" ausgebrochen.

Der Grund für die Aufregung waren Gerüchte von Schüssen in der südfranzösischen Stadt, die von den Behörden und von Bürgermeister David Lisnard dementiert wurden. Lisnard hat mehrere Tweets veröffentlicht, um die Lage zu beruhigen. Es habe keine Schüsse gegeben, fünf Personen seien durch die Massenpanik leicht verletzt worden. Als Vorsichtsmaßnahme seien 80 Feuerwehrleute im Einsatz.

Auf Twitter schreibt die Stadt Cannes: "Die Massenpanik in Cannes wurde von einem Gerücht ausgelöst. Es gab keinen einzigen Schuss. Machen Sie sich keine Sorgen, die Situation ist unter Kontrolle. Wir danken Ihnen dafür, dass Sie keine Falschinformationen verbreiten."

Experten hatten schon während der Ausgangssperre darauf hingewiesen, dass Ausnahmesituationen wie die Coronavirus-Pandemie das Verbreiten von Verschwörungstheorien verstärken, weil die Menschen verunsichert sind. In Frankreich sind in den vergangenen Tagen wegen der steigenden Zahl von Neuinfektionen die Regeln zum Eindämmen von Covid-19 in vielen Städten verschärft worden. So müssen vielerorts jetzt auch auf Märkten und in belebten Straßen Alltagsmasken getragen werden.

Videos im Internet zeigen die Panik in einem Restaurant, die angeblich durch Schüsse ausgelöst wurde.

In einem Tweet wurde behauptet, dass es einen "Sicherheitszwischenfall" und "Schüsse" in Cannes gegeben habe.

Viele Kunden sollen die Terrassen am Vieux Port sehr schnell verlassen haben.

Der Bürgermeister von Cannes teilt auch einen Tweet, der zeigt, dass in der Stadt wieder Ruhe eingekehrt ist.