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Jahrhundert-Dürre treibt rumänische Bauern in Existenznot

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Millionen Hektar vertrockneter Sonnenblumen in Rumänien
Millionen Hektar vertrockneter Sonnenblumen in Rumänien   -   Copyright  Euronews
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Bauer Constantin Romanciuc steht auf seinem riesigen Sonnenblumenfeld. Doch beim Anblick der Blumen wird er sentimental. Alles ist vertrocknet. In Glina, im Süden Rumäniens leiden die Bauern seit Monaten unter einer anhaltenden Dürre.

"Schauen Sie sich diese Sonnenblumen an. Die Hitze ist dafür verantwortlich. Keine Blume bleibt verschont."
Constantin Romanciuc
Rumänischer Bauer

Vier Tonnen Sonnenblumen haben sie in der Region letztes Jahr angebaut - aktuell ist es nicht einmal die Hälfte. Ein ähnliches Bild ergibt sich auf den Maisfeldern. Hier ist die Produktion sogar um zwei Drittel eingebrochen.

Hilfen angekündigt - aber ob diese ausreichen?

Der rumänische Landwirtschaftsminister hat Hilfen angekündigt. Doch ob die 600.000 Euro Subventionen die Bauern groß weiterhelfen bleibt fraglich. Rumänien zählt zu den wichtigsten Exporteuren von Weizen in der Europäischen Union.

Anfang des Jahres war man in Brüssel optimistisch, knapp 8 Millionen Tonnen Weizen in Rumänien zu produzieren. Von solchen ambitionierten Zielen hat sich die rumänische Landwirtschaft – auch wegen der Corona-Einbußen – inzwischen verabschiedet. Die EU hatte zuletzt 30 Milliarden Euro an Hilfen für die Modernisierung der Landwirtschaft in Rumänien und im Nachbarland Bulgarien bereitgestellt.