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Fataler Faustschlag? Kalbitz gibt Kampf um AfD-Fraktionsvorsitz auf

Andreas Kalbitz (Archiv)
Andreas Kalbitz (Archiv)   -   Copyright  Michael Sohn/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved
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Haben die Schlagzeilen zum Faustschlag gegen einen anderen AfD-Politiker in Potsdam das Schicksal von Andreas Kalbitz (vorerst) besiegelt? Am Dienstagabend hat der Rechtsaußen der rechtspopulistischen Partei seinen entdgültigen Rückzug vom Fraktionsvorsitz angekündigt. Eigentlich wollte Kalbitz vor Gericht gegen den Rauswurf aus der AfD und auch um sein Amt in Brandenburg kämpfen.

Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam, nachdem der geschasste Fraktionsvorsitzende der AfD-Brandenburg Andreas Kalbitz seinem Stellvertreter Dennis Hohloch einen derart starken Schlag verpasst hatte, dass dieser mit einem Milzriss auf die Intensivstation musste.

Der Berliner "Tagesspiegel" zitiert den Sprecher der Staatsanwaltschaft mit den Worten: "Wir haben nach der Presseberichterstattung entschieden, Ermittlungen einzuleiten."

Dennis Hohloch hat den Milzriss und seinen Krankenhausaufenthalt auf Twitter bestätigt.

Kalbitz habe "Hohloch krankenhausreif" geschlagen, berichteten schon zuvor AfD-Politiker aus Potsdam. Quellen um den ehemaligen Fallschirmspringer Kalbitz dagegen sprechen von einem freundschaftlichen Boxhieb in die Seite - zur Begrüßung. Dennis Hohloch geht es laut Medienberichten inzwischen besser. Doch der 31-Jährige liegt weiter in einem Berliner Krankenhaus - und wurde dort auch von AfD-Parteifreunden besucht.

Auch in der Schweiz machte die Geschichte Schlagzeilen: "Andreas Kalbitz boxt AfD-Kollege ins Spital" schreibt nau.ch. Der SPIEGEL hatte unter der Überschrift "AfD-Zoff in Brandenburg: Wirbel um Kalbitz - und einen Boxhieb" berichtet.

Kalbitz: "Diese Sache wird sich völlig aufklären"

Am Telefon wollte Kalbitz dem SPIEGEL zunächst nicht antworten, reichte aber am Montagabend eine Stellungnahme nach: "Das ist alles viel unspektakulärer, als es teilweise bewusst aufgebauscht wird. Diese bedauerliche Sache wird sich völlig aufklären", so Kalbitz.

Zunächst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland den Vorfall gemeldet.

Im Internet wird die Geschichte von vielen kommentiert - auch mit Satire.