EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader
Finden Sie uns
WERBUNG

Deutscher Europastaatsminister an London: "Hört auf mit den Spielereien"

Deutscher Europastaatsminister an London: "Hört auf mit den Spielereien"
Copyright Aris Oikonomou/AP
Copyright Aris Oikonomou/AP
Von Euronews mit Shona Murray
Zuerst veröffentlicht am
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Der deutsche Europastaatsminister Michael Roth hat sich "wirklich enttäuscht" über die bisherigen Verhandlungsergebnisse zwischen der EU und Großbritannien gezeigt. Die Zeit für einen fairen Deal laufe ab.

WERBUNG

Unter Führung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft haben Vertreter aller Mitgliedsländer in Brüssel das weitere Vorgehen bei den Brexit-Verhandlungen erörtert.

Der britische Chefunterhändler David Frost will an diesem Mittwoch mit seinem EU-Kollegen Michel Barnier die nächste Gesprächsrunde in der kommenden Woche vorbereiten.

Der deutsche Europastaatsminister Michael Roth sagte in seiner Funktion als EU-Ratsvorsitzender, über die bisherigen Verhandlungsergebnisse sei man wirklich enttäuscht.

Er appellierte an die Regierung von Boris Johnson: "Bitte, liebe Freunde in London - hört auf mit den Spielereien. Die Zeit läuft ab. Wir brauchen wirklich eine gerechte Basis für weitere Verhandlungen. Wir sind bereit."

Roth sagte ferner, eine Verletzung der Leitprinzipien des bereits existierenden EU-Austrittsabkommens sei absolut inakzeptabel.

Die Umsetzung des Abkommens soll am kommenden Montag besprochen werden. Großbritannien ist nur noch bis Jahresende Mitglied des EU-Binnenmarkts und der Zollunion.

Die Euronews-Korrespondentin in Brüssel, Shona Murray, kommentierte: "EU-Mitgliedsstaaten sagen, dass das Vertrauen auf einem historischen Tiefstand ist, und einige bezweifeln sogar, dass diese britische Regierung ein Handelsabkommen für alle will. Nichtsdestotrotz sagt Brüssel, dass es die Verhandlungen in gutem Glauben fortsetzen wird, aber die EU schließt nicht aus, rechtliche Schritte gegen die britische Regierung einzuleiten, wenn sie sich entscheidet, das Austrittsabkommen zu brechen."

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Brexit: EU plant rechtliche Schritte gegen Großbritannien

Sieg für Johnson: Britisches Parlament für Gesetzesentwurf

Neues Brexit-Gesetz: Wachsender Widerstand gegen Johnson