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EU-Bürger unbeliebt? Schweiz stimmt über "Abgrenzung" ab

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SVP-Poster zur Abgrenzungsinitiative
SVP-Poster zur Abgrenzungsinitiative   -   Copyright  Peter Schneider/AP
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Die Schweizerinnen und Schweizer stimmen an diesem Wochenende über die Begrenzungs-Initiative ab. Umfragen zufolge sagt die Mehrheit NEIN zu dem Vorschlag, die Zuwanderung aus der EU zu beschränken und die Freizügigkeit mit der EU einzuschränken. Der Bundesrat und das Parlament lehnen die Initiative ohne Gegenvorschlag ab.

Einige Beobachter sprechen von einem "Schwexit".

Eingebracht hat diese Initiative die Schweizerische Volkspartei (SVP). Auf den Plakaten zerquetscht ein dicker EU-Hintern die eidgenössiche Karte.

Die SVP bewirbt den Vorschlang mit den Worten: "Zu viel ist zu viel! Wir wollen keine 10-Millionen-Schweiz. Wir können nicht noch mehr Menschen in die Schweiz zwängen."

Website der Initiative
JA zur Begrenzungs-Initiative - Kampagne der SVOWebsite der Initiative

Yves Nidegger von der SVP vergleicht die Initiative mit dem Brexit: "Großbritannien war Vollmitglied der Europäischen Union, jetzt gibt es eine Scheidung. Wir sind nur befreundet und wollen unsere Freundschaft mit der EU neu organisieren."

Der Grünliberale Michel Matter sieht andere Prioritäten: "Für die Schweizer Wirtschaft ist die Freizügigkeit fundamental. Unser Partner Nummer 1 ist die Europäische Union. Wir müssen die historische und geopgrafische Verbindung weiter stärken. Die Schweiz ist im Herzen Europas, man muss nur auf die Karte schauen. Unsere privilegierten Partner sind die Europäer."

Die Begrenzungs-Initiative stellt die bilateralen Verträge der Schweiz mit der EU in Frage.

Derzeit können EU-Bürger in die Schweiz ziehen, wenn sie eine Arbeit haben oder über genügend Geld verfügen.