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Kirgisistan: Ergebnis der Parlamentswahl aufgehoben

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Kirgisistan: Ergebnis der Parlamentswahl aufgehoben
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Nach schweren Unruhen in Kirgisistan ist das Ergebnis der Parlamentswahl aufgehoben worden. Das meldet die russische Nachrichtenagentur TASS mit Berufung auf die Wahlleitung.

Die Opposition hatte bereits zuvor das Abstimmungsergebnis nicht anerkannt. Zwei Parteien, die über Verbindungen zu den derzeit Machthabenden verfügen, waren am Sonntag als Sieger aus der Wahl hervorgegangen. Daraufhin kam es in der Hauptstadt Bischkek und anderen Orten zu Protesten. Dabei kam ein Mensch ums Leben, fast 600 weitere erlitten Verletzungen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Akipress hatten Demonstranten den Amtssitz von Präsident Sooronbaj Dscheenbekow, das Weiße Haus, gestürmt. Zudem soll Altpräsident Almasbek Atambajew, der im Juni wegen Korruption zu elf Jahren Haft verurteilt worden war, im Rahmen der Proteste Berichten zufolge von Anhängern aus dem Gefängnis befreit worden sein.

Präsident Dscheenbekow, der seit November 2017 im Amt ist, sprach von einem Versuch der illegalen Machtergreifung. Mehrere Oppositionspolitiker ernannten sich eigenmächtig zu Ministern.