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261 Tote in Spanien: Höchste Zahl seit Beginn der 2. Welle

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Intensivstation im Krankenhaus in Torrejon de Ardoz
Intensivstation im Krankenhaus in Torrejon de Ardoz   -   Copyright  AP Photo
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Allen Eindämmungsversuchen zum Trotz steigt die Zahl der Todesfälle und Neuinfektionen in Spanien unvermindert und erreichte am Dienstag einen neuen Tagesrekord: 261 Tote innerhalb von 24 Stunden, der höchste Wert seit Beginn der zweiten Pandemie-Welle.

Die Behörden meldeten zudem fast 12.000 Neuinfektionen, über 40 Prozent davon betreffen die Stadt Madrid und deren Einzugsbereich.

Ein weiterer Trend: In den Krankenhäusern steigt die Zahl der Intensivpatienten. Noch aber sei die Lage unter Kontrolle, sagt die Leiterin der Inneren Medizin am Universitätskrankenhaus von Torrejón de Ardoz. Man habe aus der ersten Welle gelernt, erklärt María José García Navarro.

"Es stimmt, dass wir die Behandlungen verfeinert haben, beziehungsweise den Zeitpunkt, ab dem wir damit beginnen müssen, sie einzuleiten, besser bestimmen können. Wir versuchen, Patienten so früh wie möglich auf die Intensivstation zu bringen. Sollte ein Patient intubiert werden müssen, den Zeitpunkt nicht zu lange hinauszuzögern."

Derweil ist ein Streit um die Krankenhausaufenthalte in der Hauptstadt entbrannt. Die Madrider Behörden sagen, die Zahlen seien rückläufig. Aber die spanische Zentralregierung stellt dies infrage.

Zur Eindämmung der Pandemie sind seit vergangenem Wochenende in Madrid und neun weiteren Gemeinden im Umland abgeriegelt. Am Dienstag kamen zwei Städte im Nordwesten des Landes dazu, die Provinzhauptstadt León und die südöstlich gelegene Stadt Palencia. Unterdessen steigt die Sorge in um die Menschen in Pflegeeinrichtungen. In der Stadt Tarragona meldete ein Altenheim mehr als einhundert Corona-Infektionen.