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Madrid wegen Corona abgeriegelt - "Es gibt keinerlei Unterstützung"

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Madrid wegen Corona abgeriegelt - "Es gibt keinerlei Unterstützung"
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Seit Freitag ist die spanische Haupstadt Madrid vom Rest des Landes abgeschnitten. Die Abriegelung zur Eindämmmung des Coronavirus gilt für 4,5 Millionen Menschen in Madrid und neuen weiteren Gemeinden - zunächst für zwei Wochen. Die Bewohner dürfen nur raus, um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen.

Tausende Menschen protestieren seit der vergangenen Woche gegen die Abriegelung von zunächst mehreren einkommensschwachen Stadtvierteln und Vororten und jetzt schließlich ganz Madrids.

Die konservative Regionalregierung in Madrid will die Anweisung des Gesundheitsministeriums vor Gericht anfechten. Ministerpräsident Pedro Sanchez rechtfertigte die Entscheidung der linken Zentralregierung mit dem "außerordentlichen Ernst" der Lage.

Luciano Perez betreibt ein Restaurant in Madrids Innenstadt. Auf die Frage, wie er das Corona-Management der Regierung beurteile sagt er: "Sehr schlecht, ein fatales politisches Management und wir im Gastgewerbe zahlen dafür. Es gibt keinerlei Unterstützung. Wenn sie eine Veränderung wie diese vornehmen wollen, sollten sie uns zumindest unterstützen."

Restaurant in Narbonne richtet sich auf Corona ein und investiert

Ein ganz anderes Beispiel aus Frankreich mit ebenfalls stark steigenden Coronazahlen.

Hier hat ein Gastwirt in der Stadt Narbonne nach eigenen Angaben 3,5 Millionen Euro investiert, um seinen Betrieb für die neue Situation zu rüsten, inklusive Umbauten und modernsten Desinfektionsrobotern.

Das Restaurant hatte Anfang Oktober nach sechsmonatiger Schließung wiedereröffnet.

Der Eigentümer von "Les Grands Buffets", Louis Privat, erkärt, er habe das Restaurant vergrößert, um die Gäste besser verteilen zu können, neue Bereiche wie eine Eisdiele gebaut und 15 neue Stellen geschaffen.