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Kirgisistan: „Wir brauchen Abgeordnete mit weißer Weste“

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Demonstranten
Demonstranten   -   Copyright  VYACHESLAV OSELEDKO/AFP or licensors
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Nach zwei Tagen mit schweren Unruhen bleibt die Lage in Kirgisistan angespannt. Die russische Nachrichtenagentur TASS meldet, dass an diesem Mittwoch Banken in dem mittelasiatischen Land geschlossen bleiben.

„Ich warte auf Neues", sagt ein Mann in der Hauptstadt Bischkek. „Wir müssen die alten Politiker loswerden und brauchen Abgeordnete mit weißer Weste, die für das Volk arbeiten. Wir brauchen ein neues, sauberes Parlament."

In Folge wütender Proteste von Oppositionellen, die Betrug witterten, hob die Wahlleitung das Ergebnis der am Sonntag durchgeführten Parlamentswahl auf. Damit sollten weitere Spannungen verhindert werden, hieß es in einer Begründung. Die Opposition hatte laut Abstimmungsergebnis keinen Sitz im Abgeordnetenhaus gewonnen. Berichten zufolge ist Ministerpräsident Kubatbek Boronow von seinem Amt zurückgetreten.

Am Dienstag stürmten Demonstranten den Amtssitz von Staatsoberhaupt Sooronbaj Dscheenbekow. Zudem wurde Altpräsident Almasbek Atambajew, der den oppositionellen Sozialdemokraten angehört, von Anhängern aus dem Gefängnis befreit. Er war im Juni wegen Korruption zu elf Jahren Haft verurteilt worden.