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Milliardenlöcher in Europas Luftfahrt: "Wir sprechen viel mit Regierungen"

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Archivfoto einer Air France-Maschine
Archivfoto einer Air France-Maschine   -   Copyright  AFP
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Wenn viele europäische Länder wieder auf Lockdown-Modus schalten und strengere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ergreifen, sind das schlechte Nachrichten für die Luftfahrtindustrie, die ohnehin schon rote Zahlen schreibt.

Die Einnahmen von Air France-KLM sind im dritten Quartal auf 2,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Im vergangenen Jahr lagen sie um diese Zeit bei 7,6 Milliarden.

Die internationalen Reisebeschränkungen haben dazu geführt, dass die Passagierzahlen um 70 Prozent auf 8,8 Millionen gesunken sind. Es wird erwartet, dass dies auch im letzten Quartal so bleiben wird.

Air France-KLM verbuchte nach eigenen Angaben in den drei Monaten bis September einen Nettoverlust von 1,7 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen 363 Millionen Euro Gewinn gemacht.

Airbus: Ist Anpassung alles?

Der Flugzeughersteller Airbus erklärte, er müsse die Auswirkungen der neuen Sperrmaßnahmen in den Griff bekommen.

Airbus kündigte für das dritte Quartal Verluste in Höhe von 1 Milliarde Euro an. Die Erholung im Flugverkehr verläuft langsamer als erwartet.

Aber Geschäftsführer Guillaume Faury sagte, er passe seinen Betrieb ständig an, um mit dem Virus fertig zu werden.

Faury erwartet keine zusätzlichen größeren Störungen durch die neuen Restriktionen: "Wir haben in letzter Zeit sehr viel mit Regierungen diskutiert, um sicherzustellen, dass die von ihnen ergriffenen Maßnahmen der beste Kompromiss sind. Sie müssen tun, was zur Eindämmung der Pandemie notwendig ist, und das ist wirklich wichtig. Entscheidend ist aber auch, dass sich die Maßnahmen nicht zu sehr auf das wirtschaftliche Leben und speziell auf Unternehmen wie Airbus und unsere Zulieferer auswirken."

Airbus hält an seiner Prognose fest, dass der Luftverkehr frühestens zwischen 2023 und 2025 wieder auf das Niveau von 2019 zurückkehren wird. Möglicherweise hängt dies von der Einführung eines Impfstoffs ab.